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Diese Entscheidungen erwarten Sie heute
Auch am elften Tag der Winterspiele gibt es wieder zahlreiche Medaillenentscheidungen. Die besten Medaillenaussichten für Deutschland gibt es wohl beim Skispringen, im Monobob im Eiskanal und beim Eiskunstlaufen heute Abend. Der Überblick:
- Im Shorttrack der Frauen über 1000 Meter hat die Niederländerin Xandra Velzeboer Gold gewonnen.
- Den Slalom der Männer hat der Schweizer Loïc Meillard gewonnen. Silber ging an Fabio Gstrein aus Österreich, Bronze an Henrik Kristoffersen aus Norwegen.
- ca. 20.20 Uhr: Skispringen, Super Team der Männer
- ca. 21.04 Uhr: Bob, Mono der Frauen
- ca. 20.17 Uhr: Ski Freestyle, Big Air der Frauen
- ca. 20.00 Uhr: Eiskunstlauf, Paarlauf Kür
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Für Gastgeber Italien sind diese Winterspiele eine große Erfolgsgeschichte: 22 Medaillen gab es schon, so eine Ausbeute hatten die Italiener noch nie: Lisa Vittozzis historisches Gold im Biathlon, Federica Brignones Märchen-Comeback beim Ski alpin. Doch bei allem Anlass zur Freude gibt es dennoch Knatsch in einigen italienischen Teams.
Warum sich die Gastgeber trotz ihrer Triumphe streiten, erklärt Ihnen Claudio Rizzello in einem Zwischenfazit aus Bormio.
Warum sich die Gastgeber trotz ihrer Triumphe streiten, erklärt Ihnen Claudio Rizzello in einem Zwischenfazit aus Bormio.
Foto: Rebecca Blackwell / AP
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Curling
Alles über die Schummelvorwürfe beim Curling
Das Curling wird aktuell von einem ausgewachsenen »Beef« überschattet. Als die Schweden am Freitag gegen Kanada antreten, warf Oskar Eriksson dem Kanadier Marc Kennedy vor, den Stein beim Anschieben regelwidrig berührt zu haben, nachdem er ihn eigentlich schon losgelassen und auf die Reise übers Eis geschickt hatte. Eine solche Doppelberührung ist untersagt, der Stein darf vom Anschieber nur bis zu einer gewissen Linie, der sogenannten Hog-Line, berührt werden.
Nun, Kennedy reagierte empfindlich: »You can fuck off«, pöbelte er Richtung Eriksson. Die Szene ging viral, begleitet von Zeitlupenaufnahmen, die belegen sollen, dass Kennedy tatsächlich mit dem Zeigefinger nachgeholfen haben soll.
Kollege Peter Ahrens hat sich im Detail mit der Kontroverse beschäftigt, hier können Sie alles nachlesen.
Nun, Kennedy reagierte empfindlich: »You can fuck off«, pöbelte er Richtung Eriksson. Die Szene ging viral, begleitet von Zeitlupenaufnahmen, die belegen sollen, dass Kennedy tatsächlich mit dem Zeigefinger nachgeholfen haben soll.
Kollege Peter Ahrens hat sich im Detail mit der Kontroverse beschäftigt, hier können Sie alles nachlesen.
Foto: Misper Apawu / Associated Press
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Eishockey
Moritz Müller war viele Jahre Kapitän der Eishockey-Nationalmannschaft, er gewann bei den Winterspielen in Pyeongchang 2018 Silber, wurde 2023 mit Deutschland Vizeweltmeister. Damals, sagt er, seien sie ein echtes Team gewesen. Diesen Geist vermisse er diesmal ein wenig. Und so stellt sich nach einem Sieg und zwei Niederlagen die Frage, was sich im DEB-Team ändern muss, damit es im Turnier noch weit kommt.
Lesen Sie hier den Text unseres Olympia-Reporters Gerhard Pfeil.
Lesen Sie hier den Text unseres Olympia-Reporters Gerhard Pfeil.
Foto: Amber Searls / IMAGN IMAGES / REUTERS
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Ski Alpin
Straßer wütet weiter
Zum Auftakt unseres Nachmittags gibt es erstmal noch einen letzten Nachtrag zu Linus Straßers Schimpftirade. »Es ist für'n Arsch. Sagen wir, wie es ist«, sagte der deutsche Slalomfahrer nach seinem neunten Platz im Slalom. Ihn störe die seiner Meinung nach übermäßige Regulation. Straßers Wettbewerbe fanden in Bormio statt, wo es außer Ski alpin sonst nichts anderes gab. Dadurch habe sich die Veranstaltung gar nicht olympisch angefühlt, sondern eher wie ein übliches Weltcuprennen.
»Bormio zeigt mir eigentlich, dass Peking gar nicht so schlecht war«, meinte Straßer. »Das zwar mit Corona, das war ein bisschen anstrengend alles, aber wir waren in einem olympischen Dorf, Eiskanal-Athleten waren dabei, es war ein Riesen-Speisesaal, es war ein Miteinander.« 2022 in China waren wegen der Pandemie keine Zuschauer zugelassen. Doch selbst das sei im Vergleich mit Bormio nicht so schlimm gewesen.
»Bormio zeigt mir eigentlich, dass Peking gar nicht so schlecht war«, meinte Straßer. »Das zwar mit Corona, das war ein bisschen anstrengend alles, aber wir waren in einem olympischen Dorf, Eiskanal-Athleten waren dabei, es war ein Riesen-Speisesaal, es war ein Miteinander.« 2022 in China waren wegen der Pandemie keine Zuschauer zugelassen. Doch selbst das sei im Vergleich mit Bormio nicht so schlimm gewesen.
Foto: Michael Buholzer / EPA
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Curling
In der Curling-Halle sieht es für das deutsche Team weiterhin sehr gut aus. 4:2 steht es nach dem sechsten End gegen Schweden. Ein Sieg ist allerdings auch Pflicht, um noch eine Chance auf einen der ersten vier Tabellenplätze zu haben, die zur Teilnahme am Halbfinale berechtigen.
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Herzlich willkommen auch von uns! Marvin und ich werden bis zum Ende der Eiskunstlaufentscheidung an Ihrer Seite bleiben.
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Der frustrierte McGrath, die frohlockenden deutschen Curler, mit ihnen verabschieden Sven Scharf und ich uns für heute. Ab jetzt führen Sie die geschätzten Kollegen Marvin Rishi Krishan und Marco Fuchs durch den Olympiatag.
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Curling
Die deutschen Curling-Herren führen aktuell 2:1 gegen Schweden. Die Partie ist im vierten End, es ist also noch etwas mehr als die Hälfte zu spielen.
Foto: Misper Apawu / AP
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Biathlon
Strelow und Nawrath für Biathlon-Staffel nominiert
Justus Strelow, David Zobel, Philipp Nawrath und Philipp Horn bilden die Staffel der deutschen Biathleten. Das Quartett gab der Deutsche Skiverband (DSV) vor dem Rennen morgen Nachmittag bekannt. Für Lucas Fratzscher sind die Wettbewerbe in Norditalien damit vorbei, für den abschließenden Massenstart am Freitag ist der 31-Jährige nicht qualifiziert.
In der Staffel wollen Deutschlands Biathleten Wiedergutmachung für die enttäuschenden Einzelrennen betreiben. Zuletzt hatten sie in der Verfolgung am Sonntag bei der Vergabe der Medaillen keine Rolle gespielt, Horn belegte als bester DSV-Athlet den elften Platz. Als Mutmacher soll die Mixed-Staffel zu Beginn der Wettbewerbe in Südtirol dienen, als sich Strelow und Nawrath zusammen mit Vanessa Voigt und Franziska Preuß Bronze gesichert hatten.
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Ski Alpin
McGrath unterwegs in Richtung Wald. Diese Bilder werden sich einprägen und ziemlich sicher in allen Olympiarückschauen auftauchen.
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Ski Alpin
Florian Haupt
Reporter in Bormio

Jetzt ist McGrath zurück. Er hat wieder angeschnallt und fährt durchs Ziel. Die verbliebenen Zuschauer feiern ihn. Er winkt einmal und macht sich davon.
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Ski Alpin
So sieht also das Ergebnis aus im Slalom der Männer
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Ski Alpin
Hier stapft McGrath durch den Schnee.
Foto: ANNA SZILAGYI / EPA
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Ski Alpin
Die Frustration von McGrath, und ganz nah ist der Jubel des Schweizers Loïc Meillard. Er bleibt nach McGraths Aus der Führende, und mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit bedeutet das den Olympiasieg. Zwar folgen nach mehrere Fahrer, doch diese müssten schon Wunderzeiten hinlegen, um ihn von der Spitze zu verdrängen. Meillard wird Gold gewinnen.
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Ski Alpin
Gold für Meillard im Slalom
Sekunden nach dem Start wirft McGrath die Stöcke hin, er ist raus! Ein Fehler recht früh im Rennen, dann war es das für den Norweger, statt der nahen Goldmedaille geht er leer aus. Und was für eine Reaktion er dann zeigt: McGrath stapft durch den Schnee, er verlässt die Piste, marschiert in Richtung Wald, fast als wollte er ganz darin verschwinden.
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Ski Alpin
Jetzt kommt der Führende nach dem ersten Run, Atle Lie McGrath.
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Ski Alpin
Loïc Meillard ist dran, der Schweizer startet furios, doch im mittleren Abschnitt der Piste wird er langsamer, den herausgefahrenen Vorsprung auf Gstrein verliert er wieder. Verpasst er damit die Goldchance? Nein, Meillard wird rasend schnell auf den letzten Metern und setzt sich knapp vor Gstrein an die Spitze.
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Ski Alpin
Gstrein brüllt, Gstrein, schreit, nicht aus Frust, sondern Freude: Der Österreicher ist teils eine Sekunde schneller als die Konkurrenz; am Ende büßt er etwas Zeit ein, aber mit 0,78 Sekunden Vorsprung auf Kristoffersen fährt er auf Platz eins. Und das bedeutet ziemlich sicher: mindestens Bronze.
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Ski Alpin
Timon Haugan, ebenfalls Norweger, greift Kristoffersen an – und ist nicht schnell genug, um dessen Zeit zu knacken. Kristoffersen bleibt vorn, Haugan ist Zweiter, gleich folgen drei Fahrer mit Goldambitionen. Den Anfang macht der Österreicher Fabio Gstrein.
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Ski Alpin
Florian Haupt
Reporter in Bormio

Die Durststrecke dauert an
Das waren gebrauchte Spiele für Linus Straßer. Mit dem Slalomhang auf der Stelvio kam er einfach nicht zurecht. Wie schon in der Teamkombination gelang ihm nur das erste Steilstück und unterlief ihm ein Fehler im flacheren Mittelteil, der ihn viel Zeit kostete. Es bleibt dabei: Die letzte olympische Einzelmedaille eines deutschen Mannes im Ski alpin gewann Markus Wasmeier 1994 in Lillehammer.
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Ski Alpin
Wir haben eine neue Bestzeit, sie stammt von Henrik Kristoffersen, der Norweger fährt auf den ersten Platz.
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Ski Alpin
Straßer: »Ganz ehrlich: Ich kann drauf verzichten!«
Linus Straßer lässt im ZDF-Interview seinem Frust freien Lauf. Es gebe keine Interaktion mit den Zuschauern, die im Zieleinlauf auf »fünf Metern Höhe hängen«. Und weiter: »Wenn das der Genuss von Leistungssport sein soll, dann bin ich froh, dass es mein letztes Mal war«.
Jeder wolle hier eine Medaille gewinnen, sagt Straßer, aber das Event an sich habe »wenig Emotionen und wenig Interaktionen mit Zuschauern«. Alles sei steril. »Ganz ehrlich: Ich kann drauf verzichten!«
Jeder wolle hier eine Medaille gewinnen, sagt Straßer, aber das Event an sich habe »wenig Emotionen und wenig Interaktionen mit Zuschauern«. Alles sei steril. »Ganz ehrlich: Ich kann drauf verzichten!«
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Ski Alpin
Vorhin wurde er bejubelt, weil er mit der Startnummer 37 startete und doch auf den zehnten Platz raste. Nun läuft es nicht ganz so gut für den Italiener Tommaso Saccardi, er verliert unterwegs ein wenig Schwung, dabei hatte es zunächst nach einem exzellenten Lauf ausgesehen. So reiht sich Saccardi auf dem fünften Platz ein, der kurz darauf ein sechster Platz wird und künftig weiter sinkt. Aber gejubelt wird für ihn trotzdem.
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Ski Alpin
Straßer startet brillant, bei klarer Sicht statt Schneegestöber rast er hinab, und zwar mit Zeiten, die zu diesem Zeitpunkt für Platz eins genügen. Dann aber kommt er ins Schlittern. So verliert er Zeit, nicht viel, aber doch zu viel für ganz oben. Mit vier Hundertstelsekunden Rückstand auf den Norweger Eirik Hystad Solberg wird er Zweiter. Und weil noch so viele Topfahrer kommen, ist klar: Eine Medaille wird er nicht gewinnen.
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Ski Alpin
Jetzt kommt Linus Straßer!
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Ski Alpin
Der Schweizer Matthias Iten liegt vorerst auf Platz eins, addiert ergeben seine beiden Läufe eine Gesamtzeit von 1:56,23 Minuten. In wenigen Minuten folgt dann der Auftritt von Linus Straßer.
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Ski Alpin
Hier sieht man Jon Erik Sigurdsson jubeln, das war schon ein sehr sympathischer Auftritt. Soeben wurde der 21-Jährige aber von Platz eins verdrängt, der gehört nun dem Chilenen Tomas Holscher. Die ersten zehn Fahrer dieses zweiten Durchgangs werden aber allesamt nichts mit den Medaillen zu tun haben, wenn kein Wunder geschieht. Die Topfahrer starten erst in einigen Minuten.
Foto: Gintare Karpaviciute / REUTERS
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Ski Alpin
Und nun beginnt der zweite Lauf im Slalom, es geht um Medaillen! Zur Erinnerung, 44 von 96 Athleten sind noch im Rennen, vorne liegt aktuell der Norweger Atle Lie McGrath. Den Anfang macht Jon Erik Sigurdsson, der Isländer benötigt mehr als eine Minute für seinen Lauf und wird mit den vorderen Plätzen nichts zu tun haben. Macht ihm nix, er brüllt nach seinem Zieleinlauf die Freude über dieses Rennen, diese Olympiateilnahme heraus.
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Ski Alpin
Florian Haupt
Reporter in Bormio

Exoten im Rampenlicht
Das wird ein Spaß: Wegen der vielen Ausfälle im ersten Durchgang darf ein Isländer den zweiten Durchgang im Slalom eröffnen. Jon Erik Sigurdsson hat als 30. des ersten Laufs schon 8,37 Sekunden Rückstand auf den Führenden Atle Lie McGrath. Auf Sigurdsson folgen der Haitianer Richardson Viano sowie ein Luxemburger, ein Chilene, ein Israeli und ein Bosnier.
Exoten im Rampenlicht – auch das ist Olympia, zum Glück.
Insgesamt dürfte der zweite Lauf, der um 13.30 Uhr beginnt, allerdings nicht mehr ganz so viele Kapriolen produzieren wie der erste. Denn es hat aufgehört zu schneien, die Sicht ist deutlich besser und die Wetterlage wirkt stabil.
Exoten im Rampenlicht – auch das ist Olympia, zum Glück.
Insgesamt dürfte der zweite Lauf, der um 13.30 Uhr beginnt, allerdings nicht mehr ganz so viele Kapriolen produzieren wie der erste. Denn es hat aufgehört zu schneien, die Sicht ist deutlich besser und die Wetterlage wirkt stabil.
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Eiskunstlauf
»Vierfach-Gott« Ilia Malinin spricht nach verpatzter Kür über Online-Hass
Eiskunstlauf-Superstar Ilia Malinin wirkt in der Regel nicht, als würde er unter mangelndem Selbstvertrauen leiden. Drei Tage nach seinem dramatischen Absturz in der olympischen Kür hat er nun auf Instagram einen Einblick in sein Seelenleben gegeben. »Auf der größten Bühne der Welt kämpfen selbst diejenigen, die am stärksten erscheinen, innerlich möglicherweise mit unsichtbaren Schlachten. Selbst deine glücklichsten Erinnerungen können am Ende vom Lärm überschattet werden«, schrieb Malinin drei Tage nach dem achten Platz bei den Winterspielen.
Begleitet wurde der Beitrag des selbst ernannten »Vierfach-Gotts« mit einem Video, das Malinin beim Feiern seiner Siege zeigt, sowie in einer Szene, in der er die Hände enttäuscht hinter seinen Kopf legt.
»Widerwärtiger Online-Hass greift den Verstand an, und Angst lockt ihn in die Dunkelheit – ganz gleich, wie sehr man versucht, angesichts des endlosen, unüberwindbaren Drucks bei Verstand zu bleiben«, schrieb Malinin. Bis zu den Winterspielen war er mehr als zwei Jahre ungeschlagen und galt als absoluter Topfavorit. Doch in der Kür fiel er nach einer verpatzten Vorstellung vom ersten Platz nach dem Kurzprogramm deutlich zurück.
»All das staut sich an, während diese Momente vor deinen Augen aufblitzen, und führt schließlich zu einem unvermeidlichen Zusammenbruch. Das ist diese Version der Geschichte«, schrieb Malinin.
Malinin hatte das Eiskunstlaufen in den vergangenen Jahren in eine neue Dimension gehoben. Er selbst bezeichnet sich als »Vierfach-Gott«, weil er so viele Vierfachsprünge beherrscht wie kein anderer Läufer. In der Kür hatte er geplant, als erster Sportler in der Olympiageschichte den besonders anspruchsvollen vierfachen Axel zu zeigen. Doch Malinin musste den Sprung abbrechen – und sprang den Axel nur einfach. Damit begann das Olympia-Fiasko für den zweimaligen Weltmeister.
Foto: Mark Cristino / EPA
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Shorttrack
Gold für Niederlande im Shorttrack
Die erste Entscheidung des Tages ist gefallen, und der Jubel trägt Orange: Die Niederländerin Xandra Velzeboer hat das 1000-Meter-Rennen im Shorttrack gewonnen. Mit einem knappen Vorsprung setzt sie sich vor der Kanadierin Courtney Sarault durch, danach schaut sie mit Augen voller Unglauben auf die Anzeige. Ja, es stimmt, Gold!
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Bob
Lochner und Fleischhauer weiter auf Goldkurs
Johannes Lochner und Georg Fleischhauer bauen ihren Vorsprung aus, obwohl es auch in ihrer Fahrt Bandenberührungen hab. Das deutsche Duo ist nun 0,80 Sekunden vorn. Das sieht schon sehr stark nach Gold aus.
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Bob
Ja. Adam Ammour und Alexander Schaller machen gleich mehrere Fehler und schieben sich so gerade noch auf Platz zwei, knapp vor die US-Amerikaner, die jetzt trotz eines nicht so guten Laufs dichter an einer Medaille sind als nach dem ersten Durchgang.
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Bob
Und die beiden bauen ihren Vorsprung auf die USA aus. Reicht es für mehr als Platz drei?
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Bob
Jetzt kommen Friedrich und Schüller.
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Bob
Auch Williamson und Del Luca legen keinen richtig starken Lauf hin, es reicht aber knapp für die Führung. Großen Druck auf die drei deutschen Bobs werden die Amerikaner damit eher nicht ausüben.
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Ski Alpin
Florian Haupt
Reporter in Bormio

Ein Iraner auf der Piste
Nach seinem ersten Durchgang hatte ich die Gelegenheit, mit dem iranischen Skifahrer Mohammad Kiyadarbandsari zu sprechen.
In Italien hatte es zu Beginn der Spiele einige Aufregung um die vier iranischen Olympioniken gegeben. Ein Senator der Regierungspartei Fratelli d’Italia behauptete, in ihrer Eskorte befänden sich Soldaten der wegen der brutalen Protestniederschlagung mehr denn je in Verruf stehenden Islamischen Revolutionsgarde. Die iranische Botschaft in Rom hatte das dementiert.
Während unseres Gesprächs ist Kiyadarbandsari allein, Leibwächter sind nicht in Sicht. Der 36-Jährige ist immer noch außer Atem, während er seine Ski davonträgt. So hartgefrorene und anspruchsvolle Pisten wie in Europa sei er aus dem Iran nicht gewohnt, sagt er. Der erste Durchgang im Schneetreiben von Bormio sei das schwerste Rennen, das er bei seinen drei Olympiateilnahmen gefahren sei.
Kiyadarbandsari war schon 2014 in Sotschi und 2018 in Pyeongchang dabei. Seine beste Platzierung war ein 30. Rang im Slalom 2014. Dieses Ergebnis könnte er im zweiten Durchgang verbessern. Auf Platz 36 gehört er zu den 44 von 96 Startern, die es unter den schwierigen Bedingungen im ersten Lauf überhaupt ins Ziel brachten.
»Danach ist für mich Schluss, das ist mein letztes Rennen«, sagt Kiyadarbandsari. Er berichtet, dass es im Iran vier Skistationen gibt, die bis zu fast 4000 Meter hoch gehen. »Was uns fehlt, sind Trainingsstrecken«. Der erste Iraner, der bei asiatischen Winterspielen eine Medaille gewann (2011 im Super-G), sagt, es könne eine »Motivation« sein, anderen Iranern zu helfen, »künftig bessere Rennen zu fahren als ich«.
Doch wo derzeit die Zukunft des gesamten Landes ungewiss ist, dürfte es im Skisport nicht anders aussehen.
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Bob
Jetzt kommen die besten vier Bobs.
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Bob
Kim und Kim aus Korea legen keinen guten Lauf hin, auch sie bleiben hinter den Rumänen.
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Bob
Auch Pilot Patrick Baumgartner aus Italien kommt nicht an den Rumänen heran. Das ist schon eine kleine Überraschung.
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Bob
Ein guter Lauf ist dem Bob aus Rumänien gelungen. Tentea/Iordache haben mindestens drei Plätze gutgemacht, sind jetzt schon mindestens Siebter zur Halbzeit.
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Bob
Bradley Hall aus Großbritannien wollte hier um die Medaillen mitkämpfen, er fällt im zweiten Lauf aber zurück. Als Achtbester gestartet rangiert er sich vor den letzten sieben Bobs als Dritter ein.
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Bob
Wir kommen zu den schnellsten zehn Gefährten des 1. Laufs.
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Ski Alpin
»Alles für die Show, für die sterile« - Straßer kritisiert Olympia-Macher
Nach dem ersten Slalom-Durchgang hat Skirennfahrer Linus Straßer angesäuert auf die strengen Regeln der Olympia-Organisatoren reagiert. Der Deutsche wollte eigentlich seinen Freund AJ Ginnis im Ziel in Empfang nehmen, weil dieser sein letztes Rennen bestritt. Als Straßer aber in den Zielraum lief, wurde er von einem Offiziellen zurückgehalten. »Das ist typisch Olympia, oder?«, sagte er darauf angesprochen. »Lasst doch einmal irgendwas ... aber gut, alles für die Show, für die sterile.«
Im alpinen Skirennsport ist es Usus, dass Athleten nach ihren letzten Fahrten im Ziel von Rivalen und Weggefährten in Empfang genommen werden. Der Grieche Ginnis, 31, 2023 sensationell Vize-Weltmeister im Slalom, konnte wegen einer schweren Knöchelverletzung seit zwei Jahren kaum Skifahren. Schon davor hatte er aufgrund von Blessuren Olympia-Starts 2018 und 2022 verpasst.
Auf diese Spiele verzichtete er nicht und wollte es nochmal probieren. Straßer erzählte: »Ich habe ihn beim Einstieg in die Gondel getroffen, er war völlig aufgelöst. Da hat dann auch so ein starker Typ eine Umarmung nötig gehabt.« Ginnis fuhr aus dem Starthaus, rutschte dann aber sofort neben den Toren gen Ziel und winkte zum Abschied. Unten fiel ihm dann Straßer als Erster um den Hals – wenn auch erst in dem Bereich direkt neben dem Zielraum.
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Bob
Sieben Bobs sind durch den Eiskanal, es führen aktuell Suk und Chae aus Südkorea vor dem Duo Tschofen/Kranz aus Liechtenstein.
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Bob
Zunächst einmal nicht. Das Duo aus Brasilien bleibt vorn.
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Curling
Die ersten Curling-Partien des Tages sind vorbei, und damit auch ein echtes Topduell: Schweden hat die Schweiz geschlagen. Die schwedischen Curlerinnen gewannen 6:4 und haben damit sechs von sechs Partien für sich entschieden. Man braucht (aus meiner Sicht: glücklicherweise) kein Curlingexperte sein, um zu prognostizieren, dass das Team um Skip Anna Hasselborg Topfavorit auf Olympiagold ist. Außerdem: Kanada hat China 10:5 geschlagen, Großbritannien besiegte Dänemark 7:2. Ab 14.05 Uhr curlen auch die Männer, darunter das deutsche Team.
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Bob
Der Bob aus Trinidad und Tobago fährt trotz Bandentreffer schneller als im ersten Lauf. Vielleicht kann Axel Brown ja noch einen Platz gutmachen.
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Bob
In knapp zehn Minuten beginnt der 2. Lauf im Zweierbob. Weil sie die besten Zeiten im 1. Lauf hinlegten, starten die drei Deutschen Duos zuletzt.
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Ski Alpin
Während im Slalom die letzten Fahrer unterwegs sind (und leider die wenigsten das Ziel erreichen – mehr als die Hälfte der Starter ist inzwischen ausgeschieden), hat sich Linus Straßer im ZDF zu seinem Rennen geäußert. »Es ist nicht einfach, Kurssetzung, Sicht, der Hang«, sagte er: »Du könntest mich noch zehnmal runterfahren lassen, ich wüsste nicht, ob ich schneller fahren könnte. Es ist immer so ein bisschen frustrierend, solche Rennen.« Straßer hat nur noch geringe Chancen auf eine Medaille, er geht mit 1,41 Sekunden Rückstand auf die Podestplätze ins Finale um 13.30 Uhr.
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Ski Alpin
Wir haben es eben von Florian gehört, der Schneefall in Bormio soll bald enden, aktuell hat er das eindeutig noch nicht. Die Fahrer müssen sich durchs Schneetreiben kämpfen, und dem Iren Cormac Comerford gelingt das, wenn auch mit einiger Mühe. Der Mann mit der Startnummer 58 ist nach 1:07,87 Minuten im Ziel, das sind fast zwölf Sekunden mehr, als die Topfahrer benötigt hatten. Aber dabei zu sein ist ja bekanntlich schon viel wert. Und Comerford hat etwas geschafft, was längst nicht allen Fahrern gelungen ist: Er hat diesen Lauf beendet.
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Ski Alpin
Florian Haupt
Reporter in Bormio

Halbzeit beim Slalom: Die 1 ist es
Was eine Startnummer nicht alles ausmachen kann. Alte Lie McGrath ist der Führende im Slalom-Weltcup und insofern ein folgerichtiger Spitzenreiter nach dem ersten Durchgang in Bormio. Aber das Ausmaß seines Vorsprungs schuldet sich auch dem Umstand, dass er als Erster auf die Piste gehen konnte.
Wenige Minuten zuvor hatte es kurz aufgehört zu schneien, auch die Sicht war tadellos. Nicht umsonst liegt in Loïc Meillard die Startnummer 2 auf Platz zwei. Denn bald machte dichter Schneefall die Piste insbesondere in den flacheren Bereichen nach dem Starthang wieder langsamer. Kaum hoch genug einschätzen kann man vor diesem Hintergrund die Fahrt des Österreichers Fabio Gstrein, der mit Startnummer 12 noch auf den dritten Rang fuhr.
Wenige Minuten zuvor hatte es kurz aufgehört zu schneien, auch die Sicht war tadellos. Nicht umsonst liegt in Loïc Meillard die Startnummer 2 auf Platz zwei. Denn bald machte dichter Schneefall die Piste insbesondere in den flacheren Bereichen nach dem Starthang wieder langsamer. Kaum hoch genug einschätzen kann man vor diesem Hintergrund die Fahrt des Österreichers Fabio Gstrein, der mit Startnummer 12 noch auf den dritten Rang fuhr.
Kann McGrath seine 0,58 Sekunden Vorsprung auf Meillard, die 0,94 auf Gstrein, die 0,96 auf seinen Landsmann Timon Haugen und die 1,20 auf den Belgier Armand Marchant im zweiten Durchgang ins Ziel bringen? Schon sein enger Kumpel Lucas Pinheiro Braaten gewann im Riesenslalom am Samstag die Goldmedaille mit der Nummer 1.
Für die weiter hinter platzierten Fahrer wie Linus Strasser (2,35 Sekunden zurück) hilft derweil nur noch ein Wunderlauf für eine Medaillenchance. Um 13.30 Uhr geht es weiter. Der Schneefall in Bormio soll bis dahin aufhören.
Für die weiter hinter platzierten Fahrer wie Linus Strasser (2,35 Sekunden zurück) hilft derweil nur noch ein Wunderlauf für eine Medaillenchance. Um 13.30 Uhr geht es weiter. Der Schneefall in Bormio soll bis dahin aufhören.
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Ski Alpin
Großer Jubel in Bormio, als sich der Italiener Tommaso Saccardi hinunterschlängelt. Saccardi ist als 37. gestartet, mit einer Topzeit war eigentlich nicht zu rechnen, aber dann rast der 24-Jährige los als wollte er die vordersten Ränge angreifen. Klappt nicht ganz, aber am Ende wird er Zehnter, das ist schon sehr beachtlich. »The crowd call your name/They love you/All the same« heißt es übrigens in jenem Morrissey-Lied weiter.
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Bob
Deutsche Bobs liegen alle auf Medaillenkurs
Johannes Lochner und Georg Fleischhauer führen nach einem Lauf souverän, sind fast eine halbe Sekunde vor den beiden anderen deutschen Bobs. Es kommen natürlich noch drei Durchgänge, aber das war schon mal ein Ausrufezeichen!
Foto: Robert Michael / dpa
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Ski Alpin
Der Grieche AJ Ginnis scheidet aus, der Kroate Istok Rodeš scheidet aus: Es sind schwierige Bedingungen in Bormio und ins Ziel zu kommen, bedeutet hier schon ziemlich viel. Von 34 Fahrern ist das bislang 14 NICHT gelungen.
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Bob
Drei Bobs stehen noch oben, an den vorderen Rängen wird es sich höchstwahrscheinlich nichts mehr ändern. Zumindest im ersten Lauf setzt sich die Dominanz der deutschen Fahrer fort.
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Eishockey
Schweizer NHL-Spieler erleidet Brüche im Unterschenkel
Eishockeystar Kevin Fiala von den Los Angeles Kings hat mehrere Brüche im linken Unterschenkel erlitten. Der 29 Jahre alte Stürmer der Schweizer Nationalmannschaft wurde in Mailand operiert, wie sein NHL-Team mitteilte. Fiala wird den Rest der NHL-Hauptrunde, die am 16. April endet, verpassen.
»Nicht das Ende, das ich mir für meine erste Olympiade vorgestellt habe. Vielen Dank an alle, dass ihr euch gemeldet habt. Ich schätze die Unterstützung wirklich. Größtes Glück für mein Team Schweiz, holt sie euch!«, schrieb Fiala auf Instagram zu einem Bild aus dem Krankenhaus.
Fiala war bei der 1:5-Niederlage am Freitagabend gegen Kanada mit Tom Wilson von den Washington Capitals zusammengeprallt. Danach musste er auf einer Trage vom Eis gefahren werden.
»Es tut mir furchtbar leid. Ich sende ihm und seiner Familie meine besten Wünsche, ich bete für ihn. Man möchte nie, dass ein Spieler ausfällt, vor allem nicht bei so einem Turnier. Das ist bitter für das Land und die Mannschaft«, sagte Wilson.
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Curling
Nach fünf Ends beim Curling der Frauen ist noch in allen Partien Spannung garantiert. Schweden und die Schweiz gehen ausgeglichen mit 3:3 ins sechste End, Kanada führt gegen China 4:3 und Großbritannien 3:2 gegen Dänemark.
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Ski Alpin
»Losing in front of your homecrowd« sang Morrissey einst, und ein bisschen wird Tommaso Sala das nachempfinden können. Der Italiener stammt aus Mailand, er kennt diese Piste in Bormio bestens und wird bejubelt, als er sie herunterrast. Aber dann fädelt Sala ein, das Rennen ist für ihn vorzeitig beendet.
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Ski Alpin
Ein Kopfschütteln im Ziel: Der Brite Dave Ryding ist sichtbar unzufrieden mit seinem Lauf. Mit 39 Jahren sind diese Winterspiele seine letzten, und sie laufen nicht perfekt: 59,88 Sekunden benötigt er, das sind 3,74 mehr als der Führende McGrath. Macht Platz 13 von 14 Fahrern, die es bis ins Finish schafften.
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Ski Alpin
16 Starts gab's hier bislang im Slalom, Linus Straßer liegt aktuell auf dem 10. Platz. Was sich allerdings etwas weniger gut liest, wenn man bedenkt, dass es schon fünf Fahrer nicht ins Ziel schafften.
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Bob
Auch nach elf Bobs bleibt das Bild dasselbe: Die deutschen Teams sind nach dem ersten Lauf auf Gold-, Silber- und Bronzekurs.
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Ski Alpin
Jetzt Linus Straßer: Der Deutsche startet hervorragend, verliert dann allerdings gerade hinten raus sehr viel Zeit auf den Führenden McGrath, das wird schwierig mit einer Medaille. 2,35 Sekunden beträgt sein Rückstand.
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Ski Alpin
Florian Haupt
Reporter in Bormio

Sturzfestival im Slalom: Die schwierigen Bedingungen in Bormio fordern ihren Tribut. Etliche Favoriten sind schon ausgeschieden, unter anderem Feller und Pinheiro Braaten.
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Ski Alpin
Die ersten zehn Athleten haben diesen ersten Lauf im Slalom hinter sich gebracht, nun ja, sie sind gestartet. Und inzwischen ist klar, dass Atle Lie McGrath ruhig hätte euphorischer sein dürfen. Die Zeit des Norwegers, der als Erster startete, bleibt bislang die beste, gefolgt von Loïc Meillard. Gleich kommt der Lauf von Linus Straßer.
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Bob
Auch nach sechs Bobs sind die drei aus Deutschland vorn.
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Bob
Das Team Kim/Kim macht einen schweren Fehler im Eiskanal. Vorerst der letzte Platz.
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Bob
Der erste nicht-deutsche Bob hat zwei Amerikaner an Bord. Und Williamson, Del Duca bleiben hinter den drei deutschen Duos.
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Ski Alpin
Lucas Pinheiro Braathen stürzt! Das ist bitter für den Mann, der die erste Goldmedaille überhaupt für Brasilien in der Winterspiel-Geschichte holte. Das war am Sonntag im Riesenslalom. Nun stürzt er im ersten Slalom-Lauf, und damit ist klar: Eine zweite Medaille für Brasilien wird vorerst nicht dazukommen.
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Ski Alpin
Henrik Kristoffersen startet ziemlich gut in diesen ersten Lauf, aber im letzten Drittel der Strecke wird er langsamer, 1,59 Sekunden fehlen ihm auf seinen norwegischen Landsmann McGrath.
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Bob
Dritter Start, drittes Duo aus Deutschland. Das gibt die Kräfteverhältnisse in diesem Sport ganz gut wieder. Ammour und Schaller sortieren sich erst mal auf Platz zwei ein, knapp vor Friedrich und Schüller.
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Ski Alpin
Weltmeister Loïc Meillard fährt als Zweiter, benötigt aber 0,59 Sekunden mehr als der Norweger McGrath. Wirklich enttäuschend läuft es dann für Paco Rassat; dem Franzosen mit Medaillenhoffnungen unterläuft früh ein Fehler, kurz darauf muss er aufgeben.
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Bob
Und das war deutlich langsamer als Lochner und Fleischhauer, 48 Hundertstelsekunden. Das ist im Bob eine Welt.
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Bob
Es folgen die anderen Goldfavoriten, Francesco Friedrich und Alexander Schüller.
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Ski Alpin
Los geht’s auch im Slalom der Männer, den Anfang macht der Norweger Atle Lie McGrath, der zu den Favoriten zählt. 56,14 Sekunden benötigt er für seinen Lauf, das sah gut aus, aber im Ziel wirkt er nicht unbedingt euphorisch.
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Bob
Mit einem neuen Bahnrekord geht es gleich gut los für das deutsche Duo. Mal sehen, was die Zeit am Ende wert ist.
Foto: Andrea Solero / EPA
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Bob
Lochner und Fleischhauer sind im 1. Vorlauf gleich die ersten Starter. Mal sehen, welche Zeit sie hinlegen.
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Ski Alpin
Florian Haupt
Reporter in Bormio

Strasser – und ein Dutzend andere Kandidaten
Die Bedingungen machen den heutigen Slalom der Männer noch unwägbarer, dabei gehörte er ohnehin zu den offensten Wettbewerben bei diesen Olympischen Spielen. Mindestens ein Dutzend Fahrer haben echte Goldchancen.
Die neun Slalomweltcups in dieser Saison fanden sieben verschiedene Sieger, nur Atle Lie McGrath aus Norwegen und Paco Rassat aus Frankreich gewannen doppelt. Eine Auswahl der weiteren Kandidaten: Der frisch gebackene Riesenslalom-Olympiasieger Lucas Pinheiro Braathen (Brasilien). Der Slalom-Olympiasieger von 2022, Clément Noël (Frankreich). Routinier Henrik Kristoffersen (Norwegen). Der Riesenslalom-Dritte Loïc Meillard (Schweiz). »Löwe« Manuel Feller (Österreich).
Und dann ist da noch Linus Strasser, der mit Startnummer 13 ins Rennen gehen wird. Der 33-Jährige aus der Skiabteilung des TSV 1860 München erlebt eine durchwachsene Saison, belegt nur Rang zwölf in der Slalom-Weltcupwertung. Aber die Formkurve war zuletzt aufsteigend, beim vorletzten Weltcup-Slalom in Kitzbühel schaffte er es mit Platz drei aufs Podium. Die Bronzemedaille gewann er auch voriges Jahr bei der WM in Schladming.
Mehr als nur Außenseiter ist zudem Tanguy Nef. Der Schweizer fuhr zwar noch nie in seiner Karriere auf ein Weltcup-Podium. Doch vorige Woche auf demselben Hang schockte er die Konkurrenz in Bormio mit der besten Zeit in der Team-Kombination. Nef brachte sein Duo damit noch von Platz vier auf Platz eins – und bescherte seinem Partner Franjo von Allmen so eine von dessen drei Goldmedaillen.
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Ski Alpin
Florian Haupt
Reporter in Bormio

Pünktlich zum Slalom-Start schneit es nur noch leicht in Bormio. Auch die Sicht ist jetzt deutlich besser.
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Ski Alpin
Jochen Leffers
Redakteur
Skifahrer Karl Schranz (Grenoble, 1968): Ver- und entgoldet im Nebel
Österreich zählt zu den Giganten des Wintersports, und Karl Schranz zu Österreichs Ski-Giganten. Olympia und er wurden indes keine Freunde: 1960 startete Schranz verletzt, 1964 holte er vergrippt Silber. Und 1968 folgten auf den Slalomwettbewerb lange Diskussionen über Schranz‘ umstrittene Disqualifikation. Im Nebel von Chamrousse hatte er im zweiten Lauf eine Gestalt auf der Piste gesehen, durfte erneut fahren und jubelte, als er vorn lag und schon mit Gold auf dem Podest stand. Doch er hatte zwei Tore ausgelassen – was Schranz auf die Störung und die Unfallgefahr zurückführte. Die Jury nahm ihn dennoch mit 3:2 Stimmen aus der Wertung, der Franzose Jean-Claude Killy gewann.
Olympiasieger war Schranz also nur für gut zwei Stunden, er sah sich betrogen. Vier Jahre später verjagte ihn das IOC um Präsident Avery Brundage im Zwist um den Amateurstatus aus Sapporo und warf ihm Werbung für Kaffee vor. Bald darauf beendete Schranz seine Karriere. 1988 erhielt er von IOC-Präsident Juan-Antonio Samaranch nachträglich eine olympische Ehrenmedaille. Eine späte Genugtuung.
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Bob
Bob-Pilot Lochner sagt, nur er selbst könne sich schlagen
Der Eiskanal ist auch bei diesen Spielen deutsche Domäne, und heute rasen darin die Bob-Pilotinnen und -Piloten herunter. Am Abend hat Laura Nolte im Monobob Gold im Visier. Ab 21 Uhr geht mit einem Vorsprung von 0,22 Sekunden auf US-Pilotin Elana Meyers Taylor in den Finaltag. Lisa Buckwitz leistete sich trotz Startrekord in beiden Läufen zu viele Patzer, sie ist mit fast einer Sekunde Rückstand nur Sechste.
Ab 10 Uhr sind die Männer im Zweier im Einsatz, es geht im ersten Lauf noch nicht um Medaillen, aber um das Fundament für einen möglichen Erfolg. Im Mittelpunkt: Das deutsche Duell zwischen Johannes Lochner und seinem großen Konkurrenten Francesco Friedrich. »Im Zweier kann ich mich eigentlich nur selbst schlagen«, sagte Lochner im Vorfeld.
2022 holte der mittlerweile 35-jährige Lochner bei den Spielen in Peking zweimal Silber hinter Friedrich. In der bisherigen Saison aber ist Lochner formstärker unterwegs.
Foto: Aijaz Rahi / AP
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Ski Alpin
Florian Haupt
Reporter in Bormio

Slalom im Neuschnee
Es schneit in Bormio, und zwar nicht wenig. Auf dem Foto abgebildet ist der Slalomhang, auf dem um 10 Uhr der erste Durchgang beginnt. An eine Abfahrt wäre bei diesen Bedingungen nicht zu denken. Aber rote und blaue Stangen erkennt man auch so, es dürfte gestartet werden. Hart gesottene Fans steigen für die beste Sicht in diesen Minuten schon am Hang hinauf.
Foto: Florian Haupt / DER SPIEGEL
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Eishockey
1:5 haben die deutschen Eishockey-Männer am Sonntagabend gegen die USA verloren, danach gab es Kritik aus den eigenen Reihen. Der vor Olympia als Kapitän abgesetzte Moritz Müller hat die Kollegen nach der Vorrunde angezählt. »Im Vorfeld ist viel darüber gesprochen worden, wie gut diese Mannschaft ist. Die besten Mannschaften, die ich bei Deutschland erlebt habe – das war 2018 und 2023. Da muss diese Mannschaft erst noch hinkommen«, sagte Müller. 2018 hatte Deutschland Olympia-Silber gewonnen, 2023 wurde man Vize-Weltmeister.
»Wir haben ganz tolle Eishockeyspieler, die mit zu den besten auf der Welt gehören. Aber wir können nicht denken, dass jedes Mal, wenn jemand von denen auf dem Eis ist, dass wir denen jedes Mal die Scheibe geben und dann ein Wunder passiert«, sagte Müller. Der von den USA per Manndeckung aus dem Spiel genommene Starspieler Leon Draisaitl hatte am Sonntag keinen einzigen Schuss auf das gegnerische Tor abgegeben.
»Wir haben ganz tolle Eishockeyspieler, die mit zu den besten auf der Welt gehören. Aber wir können nicht denken, dass jedes Mal, wenn jemand von denen auf dem Eis ist, dass wir denen jedes Mal die Scheibe geben und dann ein Wunder passiert«, sagte Müller. Der von den USA per Manndeckung aus dem Spiel genommene Starspieler Leon Draisaitl hatte am Sonntag keinen einzigen Schuss auf das gegnerische Tor abgegeben.
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Curling
Wir starten mit Curling in den Tag. Soeben haben folgende drei Spiele bei den Frauen begonnen:
Schweden – Schweiz
China – Kanada
Dänemark – Großbritannien
Deutschlands Curling-Männer sind ab 14:05 Uhr ebenfalls im Einsatz. Es geht gegen Schweden.
Schweden – Schweiz
China – Kanada
Dänemark – Großbritannien
Deutschlands Curling-Männer sind ab 14:05 Uhr ebenfalls im Einsatz. Es geht gegen Schweden.
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Einen schönen guten Morgen und herzlich willkommen im SPIEGEL-Liveblog zu den Winterspielen 2026. Für die nächsten 14 Stunden etwa erfahren Sie hier alles, was Sie rund um Olympia in Italien wissen müssen. Danial Montazeri und ich werden Sie von Hamburg aus durch den Tag begleiten, dazu erwartet Sie Erhellendes von unseren Reporterinnen und Reportern vor Ort. Also ich freu mich drauf.
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Mit Material der Agenturen.
