Sein Schlussspurt war einer dieser denkwürdigen Olympia-Momente: Aber wie verirrte sich der zweijährige Wolfshund Nazgul in die olympische Langlauf-Loipe? Es begann damit, dass seine Halterin sich auf den Weg machte, um Wettkämpfe der Spiele anzusehen – und Nazgul in der Wohnung ihres Bruders zurückließ.
Alice Varesco, Halterin von Nazgul:
»Wahrscheinlich war er einfach sehr frustriert, dass er nicht mit uns mitkommen konnte. Die allererste Reaktion war, dass er es nicht sein konnte, weil er zu Hause war, die Tür geschlossen war. Er hat noch nie die Tür allein geöffnet.«
Durch die Kameras perfekt in Szene gesetzt, rannte Nazgul während eines Qualifikationsrennens für den Langlauf-Sprint der Frauen den Läuferinnen auf der Zielgeraden hinterher – und löste sogar die Zeitmessung und das Zielfoto aus.
Alice Varesco, Halterin von Nazgul:
»Eigentlich war das der Grund, warum wir ihn erkannt haben, denn Freunde von uns, die in der Veranstaltungshalle arbeiten, haben mir das Foto geschickt, und da habe ich (meinem Bruder) Enrico gesagt, dass er es sein könnte, weil die Fellfarbe genau dieselbe ist und es unmöglich ist, dass es einen Hund gibt, der dieselbe Fellfarbe hat.«
Im Zielbereich wurde der Hund von den Rennverantwortlichen in Empfang genommen. Seine Besitzerin vermutet, dass Nazgul sie einfach nur gesucht habe.
Alice Varesco, Halterin von Nazgul:
»Was uns ruhig und gelassen bleiben ließ, war, dass alle ihn liebten und am Ende alle glücklich waren. Und letztendlich war es eine positive Nachricht bei den Olympischen Spielen.«