Johannes Lochner hat bei den Olympischen Winterspielen in Cortina d’Ampezzo nach dem Erfolg im Zweierbob auch im Viererbob Gold gewonnen. Der 35-Jährige setzte sich mit seinen Anschiebern Thorsten Margis, Jörn Wenzel und Georg Fleischhauer mit 0,57 Sekunden Vorsprung vor Francesco Friedrich durch. Im Ziel umarmten sich die beiden deutschen Dauerrivalen.
Hinter den beiden verpasste der Frankfurter Adam Ammour im vierten Lauf noch Bronze: Der Pilot verlor Platz drei an den Schweizer Michael Vogt und wurde mit 0,04 Sekunden Rückstand Vierter.
Lochner, der nach den Spielen seine 15-jährige Karriere beenden will, sprach von einem perfekten Abschied. »Unglaublich, dass ein Plan noch mal so aufgeht bei meiner letzten Fuhre. Das ist ein Moment für die Ewigkeit«, sagte er. Lochner kann damit den Ruf des »ewigen Zweiten« ablegen, denn zuvor war er bei EM, WM und Olympia 16-mal als Zweiter angekommen. In Peking 2022 hatte er sich noch zweimal Friedrich geschlagen geben müssen.
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Mit Samstagabend hatten Laura Nolte und Deborah Levi im Zweierbob Gold geholt. Insgesamt gingen sechs der acht Goldmedaillen und 19 der 26 deutschen Medaillen bei den Winterspielen auf das Konto der Schlittensportler – das entspricht rund 73 Prozent.
