Ausnahmelangläufer Johannes Klæbo hat bei den Olympischen Winterspielen in Italien seine sechste Goldmedaille gewonnen und damit einen Rekord aufgestellt. Der Norweger siegte über 50 Kilometer in der klassischen Technik. Damit ist er der erste Sportler bei Winterspielen, der bei einer Olympiaausgabe sechsmal ganz oben auf dem Treppchen steht.
Der Sieg für »King Klæbo«, wie ihn seine Fans nennen, bricht den Rekord des Eisschnellläufers Eric Heiden. Der US-Amerikaner hatte bei den Winterspielen 1980 in Lake Placid fünf Goldmedaillen gewonnen.
»Ich finde keine Worte dafür«, sagte der 29-Jährige nach seinem Triumph: »Jetzt bin ich so müde, dass ich mich nicht mehr wie ich selbst fühle.«
Es ist nicht der einzige Rekord für Klæbo bei diesen Spielen. In Italien wurde er zum erfolgreichsten Winterspiele-Athleten überhaupt. Mit nun elf Goldmedaillen führt er die Rangliste vor seinen Landsleuten Marit Bjørgen (Langlauf), Ole Einar Bjørndalen (Biathlon) und Bjørn Dæhlie (Langlauf) an, die jeweils achtmal Gold gewonnen haben.
Norweger unter sich
Klæbo, der nun bei allen Starts in Tesero gewonnen hat, setzte sich schon früh im Rennen mit Emil Iversen und Martin Löwström Nyenget ab. Die drei Norweger machten die Medaillen unter sich aus. Nyenget holte Silber, Iversen Bronze. Als bester Deutscher lief Florian Notz in Tesero auf den zehnten Platz. Klæbo erreichte nach 2:07:07 Stunden das Ziel.
Schon nach seiner zehnten olympischen Goldmedaille, die der 29-Jährige am Mittwoch im Teamsprint gewonnen hatte, sagte er: »Es ist verrückt. Es ist schwer, es in Worte zu fassen. Es fühlt sich unwirklich an.«
