SpOn 16.02.2026
15:15 Uhr

Olympia 2026: Ilia Malinin klagt nach verpatzter Kür über Online-Hass


Er war der Topfavorit in der Kür – dann stürzte Ilia Malinin mehrmals und verpasste eine Medaille. Nun hat sich der 21-Jährige über Druck und Häme geäußert. Und einen Auftritt noch bei diesen Spielen angedeutet.

Olympia 2026: Ilia Malinin klagt nach verpatzter Kür über Online-Hass

Eiskunstlauf-Superstar Ilia Malinin aus den USA hat sich erstmals nach seinem dramatischen Absturz  in der olympischen Kür auf Instagram zu Wort gemeldet. »Auf der größten Bühne der Welt kämpfen selbst diejenigen, die am stärksten erscheinen, innerlich möglicherweise mit unsichtbaren Schlachten. Selbst deine glücklichsten Erinnerungen können am Ende vom Lärm überschattet werden«, schrieb Malinin drei Tage nach dem achten Platz bei den Winterspielen in Italien.

Begleitet wurde der Beitrag mit einem Video, das den 21-Jährigen beim Feiern seiner Siege zeigt, sowie in einer Szene, in der er die Hände enttäuscht hinter seinen Kopf legt.

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»Widerwärtiger Online-Hass greift den Verstand an, und Angst lockt ihn in die Dunkelheit – ganz gleich, wie sehr man versucht, angesichts des endlosen, unüberwindbaren Drucks bei Verstand zu bleiben«, schrieb Malinin. Bis zu den Winterspielen war er mehr als zwei Jahre ungeschlagen und galt als Topfavorit. Doch in der Kür fiel er nach einer verpatzten Vorstellung vom ersten Platz nach dem Kurzprogramm deutlich zurück.

»All das staut sich an, während diese Momente vor deinen Augen aufblitzen, und führt schließlich zu einem unvermeidlichen Zusammenbruch. Das ist diese Version der Geschichte«, schrieb Malinin.

Malinin hatte das Eiskunstlaufen in den vergangenen Jahren in eine neue Dimension gehoben. Er selbst bezeichnet sich als »Vierfachgott«, weil er der einzige Läufer ist, der den Vierfach-Axel beherrscht. In der Kür hatte er geplant, als erster Sportler in der Olympiageschichte den besonders anspruchsvollen Trick zu zeigen. Doch Malinin musste den Sprung abbrechen – und sprang den Axel nur einfach. Damit begann das Olympia-Fiasko für den zweimaligen Weltmeister.

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Trotz des achten Platzes kündigte Malinin mit seinem Beitrag vage an, am beliebten Olympia-Schaulaufen am Samstag teilzunehmen. Zum Ende des Videos erscheint das Datum des Schaulaufens: der 21. Februar 2026. Üblicherweise treten dort nur die Medaillengewinner auf, gelegentlich ergänzt durch einen Viertplatzierten oder Läufer aus dem Gastgeberland.

Als einziger Mensch schafft Eiskunstläufer Ilia Malinin viereinhalb Drehungen in der Luft. Wie ihm dieser fast unmögliche Sprung gelingt, lesen Sie hier .

luc/dpa