SpOn 03.02.2026
08:38 Uhr

Olympia 2026: Eiskunstläufer muss Kür wegen Musikstreit ändern


Tomàs-Llorenç Guarino Sabaté ist Spaniens bester Eiskunstläufer, und er hat ein Problem. Kurz vor der Eröffnung der Olympischen Spiele wurde ihm untersagt, wie üblich zur Musik der »Minions«-Filme zu starten.

Olympia 2026: Eiskunstläufer muss Kür wegen Musikstreit ändern

Der spanische Eiskunstläufer Tomàs-Llorenç Guarino Sabaté hat am Montag erklärt, dass er bei den anstehenden Olympischen Winterspielen die Musik aus der Filmreihe »Minions«, zu der er die ganze Saison gelaufen ist, wegen eines Problems bei der Urheberrechtsfreigabe nicht verwenden darf.

Guarino Sabaté, sechsfacher spanischer Meister und vor seinem Olympiadebüt, sagte, er habe alle erforderlichen Schritte befolgt und die Musik im August über das dafür vorgesehene System des Eiskunstlaufverbands ISU eingereicht.

»Leider wurde ich nur wenige Tage vor der Olympiaeröffnung darüber informiert, dass es mir aufgrund von Problemen bei der Urheberrechtsfreigabe nicht mehr erlaubt ist, dieses Programm zu verwenden«, schrieb er in den sozialen Medien.

Guarino Sabaté: »Alles tun, um das Beste aus der Situation zu machen«

Guarino Sabaté: »Alles tun, um das Beste aus der Situation zu machen«

Foto: Raniero Corbelletti / AFLOSPORT / IMAGO

»Dies vergangenen Freitag zu erfahren, so kurz vor dem größten Wettkampf meines Lebens, war unglaublich enttäuschend. Trotzdem werde ich mich dieser Herausforderung stellen und alles tun, um das Beste aus der Situation zu machen«, hieß es weiter. Die Winterspiele in Mailand und Cortina d’Ampezzo beginnen am kommenden Freitag und dauern bis zum 22. Februar an.

Der 26-jährige Guarino Sabaté trat in dieser Saison in einem gelben T‑Shirt und blauen Latzhosen auf, um den beliebten animierten Figuren zu ähneln. Das »Minions«-Franchise gehört Illumination, einer Tochtergesellschaft von Universal Pictures.

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Guarino Sabaté sagte, er habe die Musik gewählt, um Freude und einen verspielten Stil aufs Eis zu bringen. Er habe zeigen wollen, dass »Eiskunstlauf als männlicher olympischer Eiskunstläufer Spaß machen kann«.

»Sobald wir mehr Details zu diesem konkreten Fall haben, werden wir sie gegebenenfalls weitergeben«, hieß es in einer Erklärung der Internationalen Eislauf-Union (ISU). Urheberrechtsfreigaben könnten für alle künstlerischen Sportarten eine Herausforderung darstellen. Man arbeite »gemeinsam mit den Beteiligten im Bereich der Rechteklärung daran, dass mitreißende Darbietungen von bewegender Musik begleitet werden können.«

mon/Reuters