SpOn 05.02.2026
15:02 Uhr

Olympia 2026 - Eishockey: Team aus Finnland kann Auftaktpartie gegen Kanada wegen Norovirus nicht bestreiten


Eigentlich sollten Kanada und Finnland am Donnerstagabend zum Olympiaauftakt der Frauen aufeinandertreffen. Daraus wird nun nichts: Ein Virus hat das finnische Team derart dezimiert, dass es nicht spielfähig ist.

Olympia 2026 - Eishockey: Team aus Finnland kann Auftaktpartie gegen Kanada wegen Norovirus nicht bestreiten

Die für Donnerstagabend angesetzte Frauen-Eishockeypartie bei den Olympischen Winterspielen zwischen dem amtierenden Olympiasieger Kanada und den Bronzemedaillengewinnerinnen aus Finnland muss um eine Woche verschoben werden. Grund ist eine Krankheitswelle im finnischen Team: Vier Spielerinnen sind am Norovirus erkrankt und wurden isoliert. Insgesamt 13 Spielerinnen – Erkrankte und ihre Zimmermitbewohnerinnen – seien am Donnerstagmittag in Quarantäne oder Isolation gewesen.

Eine Sprecherin des finnischen Eishockeyverbands sagte der Nachrichtenagentur Reuters, dass zehn Spielerinnen – davon zwei Torhüterinnen – wenige Stunden vor dem geplanten Spielbeginn trainiert und sich auf »alle Optionen« vorbereitet hätten, bevor die Entscheidung bekannt gegeben wurde. Laut Regularien sind aber 17 Spielerinnen für eine reguläre Austragung nötig. Das Spiel der Gruppe A sollte den Abschluss des Programms am Donnerstag, dem ersten Wettkampftag in Milano Rho, bilden.

In einer gemeinsamen Erklärung teilten die Mannschaften und das IOC mit, die Entscheidung für eine Verschiebung sei nach Rücksprache mit medizinischen Fachleuten gefallen. Gesundheit und Sicherheit hätten oberste Priorität. Die Partie soll nun am 12. Februar in der Milano Rho Ice Hockey Arena stattfinden.

Das Norovirus verursacht einen plötzlich auftretenden, heftigen Brechdurchfall. Die Viren können über eine Schmierinfektion von Mensch zu Mensch oder etwa durch verunreinigtes Essen oder Wasser übertragen werden.

Niederlage für DEB-Auswahl

In der Gruppe B haben die deutschen Eishockey-Frauen ihr lang erwartetes Olympia-Comeback nach einer durchwachsenen Leistung verpatzt. Zum Auftakt des Turniers verlor die Mannschaft von Bundestrainer Jeff MacLeod gegen Schweden 1:4 (1:1, 0:2, 0:1) und geriet im Kampf um den erhofften Einzug ins Viertelfinale früh ins Hintertreffen. Es war der erste Olympia-Auftritt der deutschen Eishockey-Frauen seit Sotschi 2014.

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Nina Jobst-Smith brachte Deutschland in Überzahl früh in Führung, danach drehten für Schweden Lina Ljungblom (zweimal), Mira Jungaker und Thea Johansson die Partie. In Mailand kämpft das DEB-Team in der schwächer eingestuften Gruppe B mit Schweden, Japan, Frankreich und Gastgeber Italien um drei Viertelfinaltickets. Im zweiten Vorrundenspiel trifft Deutschland am Samstag auf Japan.

luc/Reuters/dpa/sid