SpOn 12.02.2026
22:04 Uhr

Olympia 2026: Deutsche Rodler holen in der Teamstaffel historisches Gold


Zum Abschluss der Rodel-Wettbewerbe gab es das dritte Gold für Deutschland – dieses Mal im Teamwettbewerb. Das Duo aus Tobias Arlt und Tobias Wendl krönte sich dabei zu den erfolgreichsten deutschen Wintersportlern bei Olympia.

Olympia 2026: Deutsche Rodler holen in der Teamstaffel historisches Gold

Die deutschen Rennrodler haben ihre olympischen Festspiele in Cortina d’Ampezzo mit dem dritten Olympiasieg gekrönt. Für Tobias Wendl und Tobias Arlt wurde die Teamstaffel zu einer Triumphfahrt in die Geschichtsbücher. Mit sieben Gold und einmal Bronze stiegen sie zu Deutschlands erfolgreichsten Winterolympioniken auf.

Gemeinsam mit den Einsitzer-Olympiasiegern Max Langenhan und Julia Taubitz sowie Dajana Eitberger und Magdalena Matschina im Frauendoppel rasten die »Rekord-Tobis« zum Viererpack: In der 2014 in Sotschi eingeführten Staffel ging der Olympiasieg im vierten Rennen zum vierten Mal an Deutschland.

Tobias Wendl, Julia Taubitz, Max Langenhan, Dajana Eitberger, Magdalena Matschina und Tobias Arlt

Tobias Wendl, Julia Taubitz, Max Langenhan, Dajana Eitberger, Magdalena Matschina und Tobias Arlt

Foto: GEPA pictures / Matic Klansek / IMAGO

Wendl/Arlt, die im Wettbewerb der Doppelsitzer am Mittwoch Bronze geholt und sich damit über Nacht gemeinsam mit Natalie Geisenberger (6x Gold, 1x Bronze) an die Spitze der Rekordliste gesetzt hatten, lassen ihre frühere Teamkollegin nun hinter sich. »Wir machen es nicht, um Rekorde zu sammeln oder Rekorde aufzustellen. Wir machen es, weil es uns Spaß macht. Wir machen es, weil es ein geiler Sport ist«, hatte Arlt vor der Staffel gesagt – und dann Vollgas gegeben.

In einem packenden Rennen setzten sich die deutschen Rodler souverän vor Österreich und Italien durch und unterstrichen ihre Ausnahmestellung als Medaillenlieferant für das Team Deutschland: Im fünften Rennen konnten sich die Athleten des Bob- und Schlittenverbandes (BSD) über die fünfte Medaille freuen. In den kommenden Tagen sollen die Skeletonis und die traditionell ebenfalls starken Bob-Pilotinnen und Bob-Piloten nachlegen.

Nachdem sie ihre Euphorie mit Blick auf die Staffel in den vergangenen Tagen gebremst hatten, durften die deutschen Rodler nun feiern. Taubitz gab nach ihrem emotionalen Olympiasieg am Dienstag nur »ein bisschen Halbgas«, kündigte die große Sause aber schon an. Auch Einsitzer-König Langenhan und Eitberger/Matschina, Silbermedaillengewinnerinnen bei der olympischen Premiere im Frauen-Doppelsitzer, können die Party-Handbremse nun lösen.

Mit dem siebten Olympia-Gold verabschieden sich Wendl/Arlt wohl auch von der olympischen Bühne. Ans Aufhören denken sie aber noch nicht. »Wir sind so fit wie lange nicht. Unterm Strich kann man sagen, dass das fitteste Duo Wendl/Arlt dasteht, das es je gegeben hat«, meinte Wendl.

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Ihre Karriere wollen sie unbedingt in ihrer Heimat am Königssee beenden, um Familien und Freunden etwas zurückzugeben. Der Bahn-Neuaufbau sollte zur WM 2028 abgeschlossen sein, steht aber auf der Kippe. «Das ist unser Ziel. Und wir wollen zum Abschluss in diesem Winter noch die große Kristallkugel im Gesamt-Weltcup holen», sagte Arlt. Nach sieben von neun Stationen führt der Bayern-Express souverän.

luc/sid/dpa