Trotz einer langen Behandlungspause im ersten Run hat sich Snowboarderin Choi Ga-on aus Südkorea bei den Olympischen Spielen in Italien die Goldmedaille in der Halfpipe gesichert. Die 17-Jährige aus Südkorea setzte sich trotz zweier Stürze durch. Im dritten Lauf erzielte sie 90,25 Punkte und überholte Topfavoritin Chloe Kim aus den USA. Bronze ging an Ono Mitsuki aus Japan (85,00 Punkte).
Dabei sorgte Choi zunächst für einen heftigen Schreckmoment in Livigno: Die Südkoreanerin knallte im ersten Run nach einem Sprung mit dem Kopf an die Kante der Röhre. Der Akia kam zum Abtransport, doch nach einigen Minuten konnte sie aufstehen und selbst ins Ziel fahren. Auch im zweiten Durchgang kam sie zu Fall.
Chloe Kim (USA), Choi Ga-on (Südkorea) und Mitsuki Ono (Japan)
Foto: Abbie Parr / APIn ihrem letzten Durchgang setzte sich die Südkoreanerin an die Spitze des Teilnehmerinnenfeldes und brach anschließend in Tränen aus. Wenige Minuten später stand nach einem Sturz von Chloe Kim der Tripumph von Choi fest.
Favoritin Kim hätte die erste Snowboarderin mit drei Olympiasiegen bei drei aufeinanderfolgenden Spielen werden können. In der Sportart hat bislang weder bei den Männern noch bei den Frauen ein Athlet beziehungsweise eine Athletin dieses Kunststück vollbracht. Kim war nach ihren Erfolgen in Pyeongchang 2018 und Peking 2022 auch die erste Snowboarderin gewesen, die zwei Goldmedaillen in der Halfpipe gewonnen hatte.
