Freestyle-Skifahrer Hunter Hess meldet sich erneut zu Wort, nachdem US-Präsident Donald Trump ihn als »echten Loser« beleidigt hatte. Der Olympionike postete am Nachmittag ein Bild auf Instagram mit einer versöhnlichen Nachricht darunter.
Hess hat am Sonntag den Frust des 79-jährigen US-Präsidenten zu spüren bekommen, nachdem er dessen Politik vorsichtig kritisiert hatte. Auf einer Pressekonferenz zu den Olympischen Winterspielen sagte der Freestyler, dass er »gemischte Gefühle« habe, die Vereinigten Staaten bei den Spielen zu vertreten, und erklärte, dass er »kein großer Fan« einiger Dinge sei, die in der amerikanischen Politik geschehen. »Nur weil ich die Flagge trage, bedeutet das nicht, dass ich alles repräsentiere, was in den USA vor sich geht«, erklärte er weiter.
Trump reagiert mit Verachtung
Trump hat den Ausschnitt offenbar gesehen und einen wütenden Post auf seiner Plattform Truth Social abgesetzt. Darin beleidigt er den US-Skifahrer, weil dieser gesagt hätte, »er repräsentiere sein Land nicht bei den aktuellen Olympischen Winterspielen«.
Genau genommen hat Hess das nie behauptet, doch Grautöne scheint der 79-jährige US-Präsident nicht wahrzunehmen. Trump wütet weiter gegen Hess: »Er hätte sich nicht für das Team bewerben sollen, und es ist schade, dass er nun dabei ist. Es ist sehr schwer, jemanden wie ihn anzufeuern.«
Viel Unterstützung für Hess, nicht nur auf Instagram
Montag dann postet der Olympionike ein Bild von sich und stellt im ersten Satz klar: »Ich liebe mein Land.« Vieles sei großartig, aber es gebe auch immer Dinge, »die besser sein könnten«, schreibt Hess weiter. Großartig sei auch, »dass wir das Recht und die Freiheit haben, auf diese Dinge hinzuweisen.«
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Der Beitrag des Freestyle-Skiers erhielt viel Zustimmung. Bereits nach fünf Stunden hatte er über 30.000 Likes, in den Kommentaren sammelten sich unterstützende Nachrichten und zahlreiche Herzen. »Man kann sein Land lieben und trotzdem seine Regierung kritisieren – beides ist möglich«, schrieb eine Nutzerin.
Hess erhielt außerdem die Unterstützung seiner Teamkollegin Chloe Kim, einer Snowboarderin des US-Teams, die ihn gegen Trumps Äußerungen verteidigte.
