SpOn 27.11.2025
11:29 Uhr

Olivia Dean: Ticketmaster reagiert auf Kritik und kappt Wiederverkaufspreis von Tickets


»Livemusik sollte erschwinglich sein«: Sängerin Olivia Dean hatte Ticketplattformen gerügt, weil sie exorbitante Preise für wiederverkaufte Tickets zulassen. Nun will Ticketmaster die Preise deckeln und Fans Geld erstatten.

Olivia Dean: Ticketmaster reagiert auf Kritik und kappt Wiederverkaufspreis von Tickets

Die Macher von Ticketmaster haben angekündigt, dass sie künftig die Wiederverkaufspreise für Olivia Deans »The Art of Loving«-Tour deckeln wollen. Damit reagiert das Unternehmen auf die Kritik der britischen Sängerin. Am Freitag ist der allgemeine Ticketverkauf für ihre Nordamerika-Tour gestartet, die schnell ausverkauft war. Einige Konzertkarten wurden dann für ein Vielfaches des ursprünglichen Preises angeboten, was Dean verärgerte.

Am Wochenende postete die Sängerin deshalb auf Instagram eine Story, in der sie Ticketplattformen vorwarf, einen »ekelhaften Service« anzubieten, weil sie solche Preise für wiederverkaufte Tickets zulassen: »Die Preise, zu denen ihr erlaubt, dass Tickets weiterverkauft werden, sind abscheulich und völlig gegen unsere Wünsche. Livemusik sollte erschwinglich und zugänglich sein, und wir müssen einen neuen Weg finden, das zu ermöglichen. SEID BESSER.«

In einer Stellungnahme erklärte Ticketmaster , das 2010 mit Live Nation fusionierte, dass es sicherstellen will, dass wiederverkaufte Tickets künftig für den ursprünglichen Preis und »ohne zusätzliche Gebühren« angeboten werden. Zudem will das Unternehmen Fans, die bereits wiederverkaufte Tickets über Ticketmaster erworben haben, alle Aufschläge erstatten.

Empfohlener externer Inhalt
An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt von Instagram, der den Artikel ergänzt und von der Redaktion empfohlen wird. Sie können Ihre Zustimmung jederzeit wieder zurücknehmen.

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung.

»Wir teilen Olivias Wunsch, Livemusik zugänglich zu halten und sicherzustellen, dass Fans den besten Zugang zu erschwinglichen Tickets haben«, kommentiert Michael Rapino, CEO von Live Nation Entertainment. »Wir können zwar nicht von anderen Marktplätzen verlangen, dass sie die Wiederverkaufspräferenzen der Künstler respektieren«, fügt Rapino hinzu. Trotzdem wolle die Ticketplattform Deans Aufruf folgen, es besser zu machen. »Wir hoffen, dass Bemühungen wie diese den Fans dabei helfen, sich eine andere Show zu leisten, die sie schon lange in Betracht gezogen haben – oder eine neue zu entdecken.«

Laut Ticketmaster wurden weniger als 20 Prozent der gekauften Tickets zum Wiederverkauf angeboten, »was zeigt, dass Olivias Nachfrage von echten Fans getrieben wurde, die die Show besuchen wollen, und nicht von Wiederverkäufern, die auf Profit aus sind.« Die Nachfrage sei so hoch gewesen, dass Olivia Dean drei zusätzliche Konzerte im Madison Square Garden, in New York City, angesetzt hat.

Noch mehr Wirtschaft für SPIEGEL-Abonnenten

Als Abonnentin oder Abonnent von SPIEGEL+ haben Sie die Möglichkeit, manager+ zum Vorteilspreis dazuzubuchen. Darin enthalten sind alle Inhalte von manager magazin+ und Harvard Business manager+. Damit ist es das ideale Abo für alle, die tiefe Einblicke in die deutsche Wirtschaft, die Chefetagen großer Unternehmen und in die spannendsten Start-ups suchen. Jetzt flexibel upgraden: Sichern Sie sich manager+ für nur 2 Euro pro Woche!

Olivia Deans Album »The Art of Loving« ist Ende September erschienen und landete in den deutschen Charts zwischendurch auf Platz neun. Ihr erfolgreichster Song »Man I Need« hat in mehreren Ländern die Chartspitze erreicht, in Deutschland war er auf Platz zwölf.

Dean war zuletzt Mitte November bei »Saturday Night Life« zu sehen. Zudem eröffnete sie diesen Herbst die letzte Etappe von Sabrina Carpenters’' »Short n'’ Sweet«-Tour der US-Sängerin. »The Art of Loving«-Tour ist Deans zweite große Konzerttour. Sie startete im April 2026 in Glasgow , im Mai wird sie auch in Deutschland zu sehen sein. Tickets für Großbritannien und Europa waren bereits Ende August verkauft worden.

Mehr zum Thema

Es ist nicht das erste Mal, dass Ticketplattformen wie Ticketmaster und Co. für ihre Preisgestaltung von Konzertkarten in Kritik geraten sind. Im vergangenen Jahr beschwerten sich Fans der Band Oasis über die sogenannte dynamische Preisgestaltung, bei der Kosten für die Tickets der Nachfrage angepasst werden. Mehr dazu lesen Sie hier.

kim