SpOn 09.02.2026
17:13 Uhr

Olivia Colman hat sich in ihrer Ehe »immer als schwulen Mann« beschrieben


Die Oscarpreisträgerin lebt in einer heterosexuellen Beziehung, spielt aber häufig Rollen in queeren Kontexten. In einem Interview hat Olivia Colman nun verraten, sie habe sich »schon immer irgendwie nicht-binär« gefühlt.

Olivia Colman hat sich in ihrer Ehe »immer als schwulen Mann« beschrieben

Seit August 2001 ist die Schauspielerin Olivia Colman, heute 52, mit dem Drehbuchautor Ed Sinclair verheiratet. Das Paar hat drei Kinder. »Wir wechseln uns ab damit, wer von uns beiden ›der Starke‹ ist und wer ein bisschen mehr Sanftmut benötigt«, sagte Colman in einem Interview  mit dem auf LGBTQ-Themen spezialisierten Magazin »Them«.

Anlass des Gesprächs war der Spielfilm »Jimpa« unter der Regie der Australierin Sophie Hyde, der beim Sundance-Festival Premiere hatte. Darin spielt Olivia Colman eine Filmemacherin, die ihren nicht-binären trans Teenager Frances mit zu seinem homosexuellen Großvater (gespielt von John Lithgow) nimmt.

Sie habe noch nie so lange Zeit in der Trans-Community verbracht wie bei den Dreharbeiten zu »Jimpa«, sagte Colman in dem Interview: »Ich habe einiges gelernt und bin auch besser geworden im Umgang mit Pronomen«, sagt die Schauspielerin, die für ihre Rolle der Königin Anne im Film »The Favorite« mit einem Oscar ausgezeichnet wurde.

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In Auseinandersetzungen mit anderen Menschen habe sie sich ihr ganzes Leben lang »immer irgendwie nicht-binär gefühlt«, sagt Colman im weiteren Verlauf des Interviews, legt aber Wert darauf, man möge daraus keine großen Schlagzeilen machen. Aber: »Ich habe mich meinem Ehemann gegenüber immer als schwuler Mann beschrieben«, so Colman. Und der habe geantwortet: »Ja, verstehe ich.«

Deswegen habe sie sich in der Community heimisch und wohlgefühlt. Überhaupt verbringe sie wenig Zeit mit Menschen, die dezidiert heterosexuell aufträten: »Die Männer, die ich kenne und liebe, sind mit allen Seiten ihrer Persönlichkeit vertraut«, so die Britin weiter. Sie habe von den Dreharbeiten zu »Jimpa« mitgenommen, dass sie nicht allein darin sei, Geschlechterverhältnisse als nicht-binär anzusehen. Es sei ihr ein Bedürfnis, solche Geschichten erzählen zu helfen.

Für die Regisseurin Sophie Hyde hat die Geschichte des Films einen autobiografischen Kern: Ihr Vater starb 2018, kurz bevor ihr Kind begann, über seine queere Identität zu sprechen. Aud Mason-Hyde spielt die Rolle des Teenagers in Hydes Film.

feb