Nach einem Verkehrsunfall in Offenbach, in dessen Folge drei Menschen starben, sitzt ein 31 Jahre alter Mann wegen Mordverdachts in Untersuchungshaft.
Laut den bisherigen Ermittlungen soll der Beschuldigte unmittelbar vor dem Zusammenstoß der beiden Fahrzeuge mit seinem Auto deutlich zu schnell unterwegs gewesen sein, wie es in einer Mitteilung der Staatsanwaltschaft Darmstadt und des Polizeipräsidiums Südosthessen heißt. »Ihm wird vorgeworfen, hierbei tödliche Verletzungen der Insassen von Fahrzeugen im Gegenverkehr in Kauf genommen zu haben.«
Zwei Frauen und ein Mädchen tot
Den Angaben zufolge erließ das Amtsgericht Offenbach Haftbefehl wegen des Verdachts des Mordes an drei Menschen, des verbotenen Fahrzeugrennens und des gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr. Wegen des verbotenen Fahrzeugrennens könne auch ermittelt werden, wenn kein weiteres Auto beteiligt sei, sagte ein Polizeisprecher.
Der Unfall hatte sich Ende November ereignet. Laut den ersten Ermittlungen war der 31-jährige Mann zuvor mit seinem Auto einem anderen Wagen ausgewichen und dabei frontal gegen das Fahrzeug einer 66-Jährigen gestoßen. Dieses wurde nach der Kollision gegen einen geparkten Wagen geschleudert.
Die 66 Jahre alte Autofahrerin erlag ihren Verletzungen. In den darauffolgenden Tagen starben ein neunjähriges Mädchen sowie eine 88-Jährige, die ebenfalls in dem Auto gesessen hatten.
Ermittlungen auch gegen weiteren Autofahrer
Der 31-Jährige wurde bei dem Unfall selbst schwer verletzt. Ermittler nahmen ihn am vergangenen Dienstag in Offenbach fest und führten ihn am selben Tag einem Ermittlungsrichter beim Amtsgericht Offenbach vor. Dieser erließ den Haftbefehl.
Den Fahrer des Autos, der von einem Grundstück links auf die Straße eingebogen und so den 31-Jährigen zu einem Ausweichmanöver gebracht haben soll, ermittelte die Polizei. Der 60-Jährige müsse sich wegen des Verdachts der Verkehrsunfallflucht verantworten.
