SpOn 10.02.2026
01:28 Uhr

Öl-Blockade der USA unter Donald Trump: Kerosin auf Kuba wird knapp – Air Canada stoppt Flüge


Wegen des US-Ölembargos wird die Betankung von Flugzeugen auf Kuba ab Dienstag wohl nicht mehr möglich sein. Die Fluglinie Air Canada stellt Flüge auf die Karibikinsel deshalb vorerst ein. Auch andere Airlines reagieren.

Öl-Blockade der USA unter Donald Trump: Kerosin auf Kuba wird knapp – Air Canada stoppt Flüge

Die Ölblockade der USA gegen das sozialistische Kuba wirkt sich auf den Flugverkehr aus. Wegen Treibstoffknappheit stellt die kanadische Fluglinie Air Canada vorerst ihre Flüge nach Kuba ein, wie das Unternehmen mitteilte. In den kommenden Tagen sollen nur noch leere Maschinen von Air Canada zur Karibikinsel fliegen, um rund 3000 Kundinnen und Kunden gemäß dem regulären Flugplan aus dem Land zu bringen.

Die Kanadier machen den Großteil der Touristen aus, die die Insel besuchen. »Air Canada wird die Situation weiterhin beobachten, um zu einem späteren Zeitpunkt eine angemessene Wiederaufnahme des normalen Flugbetriebs nach Kuba zu beschließen«, teilte die Airline mit .

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Zuvor hatte die Regierung Kubas die internationalen Fluggesellschaften darüber informiert, dass infolge des US-Ölembargos die Betankung auf der Insel ab Dienstag nicht mehr möglich sein werde, wie Medien unter Berufung auf Piloten und Fluglinien berichteten. Auch die US-Flugaufsichtsbehörde FAA warnte vor einem Mangel an Kerosin am Flughafen der kubanischen Hauptstadt Havanna.

Weitere Airlines haben Vorsichtsmaßnahmen ergriffen – ohne die Flüge komplett einzustellen. So plant etwa Air Europa, in der benachbarten Dominikanischen Republik zwischenzulanden, um aufzutanken, wie die spanische Zeitung »El País«  berichtete. Iberia bietet, wie auch Air Canada, Rückerstattung und Umtausch von Flugtickets an.

Kuba setzt auf einen Notfallplan

Die Regierung in Washington übt seit Wochen erheblichen Druck auf Kubas kommunistische Regierung aus. Seit Dezember erhält das Land kein Öl mehr aus Venezuela, da US-Präsident Donald Trump eine vollständige Blockade für sanktionierte Öltanker mit Lieferungen aus dem südamerikanischen Bruderstaat anordnete. Danach drohte Trump auch mit Zöllen gegen Kubas Öllieferanten (mehr zum Verhältnis von Trump zu Kuba erfahren Sie hier ).

Mexiko, zuletzt Kubas größter Ölversorger, stellte seine Lieferungen ein. Für Kubas stark angeschlagene Wirtschaft ist das Ölembargo ein harter Schlag.

Mehr zum Thema

Ende vergangener Woche hatte Kubas stellvertretender Ministerpräsident Óscar Pérez-Oliva einen Notfallplan vorgestellt, um Energie zu sparen. So soll die öffentliche Verwaltung nur noch von Montag bis Donnerstag tätig sein. Bus- und Bahnverbindungen sowie Fährfahrten werden stark eingeschränkt. Beamte können in andere Tätigkeitsbereiche versetzt werden, um Engpässe in wichtigen Wirtschaftsbereichen abzufedern. Die Universität von Havanna kündigte an, den Präsenzunterricht für 30 Tage weitgehend auszusetzen.

aar/dpa