Der weltgrößte Chipkonzern Nvidia hat im dritten Quartal mit einem Umsatz von 57 Milliarden US-Dollar ein überraschend starkes Ergebnis erzielt. Das entspricht einem Anstieg von 62 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Auch der Reingewinn legte deutlich zu und erreichte 31,91 Milliarden Dollar, teilte das Unternehmen nach Börsenschluss mit.
Konzernchef Jensen Huang hob die enorme Nachfrage nach den neuen Blackwell-Chips hervor. Die Prozessoren für Rechenzentren seien derzeit ausverkauft, sagte er. »Der Bedarf an Rechenleistung wächst exponentiell.« Für das vierte Quartal 2025 prognostiziert Huang Umsätze von rund 65 Milliarden US-Dollar, mit einer Schwankungsbreite von plus oder minus zwei Prozent.
Nach der Veröffentlichung stieg die Nvidia-Aktie im nachbörslichen Handel an der Wall Street um zwei Prozent. Auch die Aktien des Wettbewerbers profitierten und legten um 1,6 Prozent zu.
Entwicklung dürfte Marktbeobachter beruhigen
Seit der Einführung von KI-Sprachmodellen wie ChatGPT befeuerte die starke Nachfrage nach KI-Technologie die Börsen und die Wirtschaft. Vor allem Nvidia profitiert davon. Die Grafikprozessoren des Unternehmens sind unverzichtbar für den Aufbau der komplexen KI-Rechenzentren. Zu Nvidias Kunden zählen unter anderem Microsoft, Amazon, Google und Meta.
Die Quartalszahlen wurden mit großer Spannung erwartet, nachdem zuletzt Warnungen vor einem Platzen der KI-Blase zugenommen hatten. Trotz Befürchtungen, die hohen Erwartungen könnten überzogen sein, zeigen Nvidias Zahlen nun eine deutliche Stabilisierung. Diese Entwicklung dürfte viele Marktbeobachter beruhigen, die vor einem möglichen drastischen Einbruch gewarnt hatten – vor allem nach dem rasanten Anstieg des Unternehmenswerts.
Ende Oktober hatte Nvidia einen Börsen-Rekord aufgestellt: Der Konzern erreichte als erstes Unternehmen der Geschichte einen Wert von fünf Billionen US-Dollar. Vor drei Jahren lag dieser noch bei 400 Milliarden US-Dollar.
