Als Noriaki Kasai das erste Mal bei Olympischen Winterspielen teilgenommen hat, war noch kein Skispringer geboren, der in dieser Saison in den Top Ten des Weltcups platziert ist. Selbst Stefan Kraft, mit 32 Jahren einer der Oldies im Skispringen, kam erst im Jahr darauf zur Welt. Kasai sprang bei den 1992 bei den Winterspielen in Albertville mit dem japanischen Team knapp an einer Medaille vorbei.
Im Anschluss startete der Japaner eine beeindruckende Karriere mit 17 Weltcupsiegen, drei olympischen Medaillen und zwei zweiten Plätzen bei der Vierschanzentournee. Mittlerweile ist Kasai 53 Jahre alt – und kehrt am kommenden Wochenende in den Weltcup zurück.
Noriaki Kasai
Foto:Kunihiko Miura / AP
Die Skispringer werden knapp drei Wochen vor Beginn der Olympischen Spiele in Mailand und Cortina d’Ampezzo in Sapporo Station machen. Das japanische Team ist dank des Heimvorteils berechtigt, über eine nationale Gruppe mehr Starter als gewöhnlich fliegen zu lassen, und so bekommt Kasai die Chance, sich ein weiteres Mal einem großen Publikum zu zeigen.
Platz elf im Continental-Cup
Bereits in der vergangenen Saison durfte Kasai in Sapporo mitspringen und stellte dabei im Alter von 52 Jahren einen Altersrekord im Skispringen auf. Nun wird er die Marke weiter nach oben schrauben und ein Ende der Karriere scheint weiterhin nicht in Sicht.
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Der Skiflug-Weltmeister von 1992 ist in dieser Saison im Continental-Cup, der zweiten Liga im Skispringen, am Start. Dort feierte er mit einem elften Platz, ebenfalls in Sapporo, das beste Ergebnis des Winters. Am Wochenende wird Kasai neben den Topspringern Ryoyu Kobayashi und Ren Nikaido, einer von zehn japanischen Startern sein.
Ans Aufhören denkt Kasai bisher nicht. Dem Magazin der Guiness World Records sagte er im April 2024, er plane »bis etwa 60 weiterzumachen«. Zu einer weiteren Teilnahme an Olympischen Winterspielen, es wäre seine neunte, wird es nicht kommen, dafür ist das japanische Team zu stark.
