SpOn 20.01.2026
09:33 Uhr

Nordrhein-Westfalen: Schulministerin plant regelmäßige Distanzunterricht-Übungen


Der Vorschlag erinnert an regelmäßigen Probealarm wegen Feuers: NRW-Schulministerin Feller will, dass Schulen regelmäßig Distanzunterricht einüben.

Nordrhein-Westfalen: Schulministerin plant regelmäßige Distanzunterricht-Übungen

Nordrhein-Westfalen will aus den wetterbedingten Schulschließungen Mitte Januar Lehren ziehen. Schulministerin Dorothee Feller (CDU) hat zwei kritische Punkte genannt, die künftig verbessert werden sollen: fehlende Notbetreuung und eine bessere Vorbereitung auf Distanzunterricht.

»Wir erwarten natürlich, dass unsere Schulen eine Notbetreuung anbieten, wenn wir Distanzunterricht anordnen. Das haben offenbar nicht alle gemacht. Hier müssen wir nachsteuern«, sagte Feller der »Rheinischen Post« .

Zweitens: »Wir müssen die Verfahren weiter einüben. Wir ermutigen die Schulen ausdrücklich, die Abläufe beim Distanzunterricht künftig einmal im Jahr zu trainieren«, sagte Feller. »Das lässt sich auch in den Klassen simulieren: digitales Einwählen oder das Verschicken von Arbeitspaketen«, so die Schulministerin. »Alle Schulen stehen in der Verantwortung, auf Distanzunterricht vorbereitet zu sein.«

Angesprochen auf die mangelnde Ausstattung für digitalen Distanzunterricht an vielen Schulen sagte sie, Distanzunterricht müsse nicht unbedingt digital sein. Die Schulen müssten aber gewährleisten, dass Schülerinnen und Schüler Aufgaben frühzeitig bekämen und damit auch arbeiten könnten.

Mitte Januar hatte Nordrhein-Westfalen wegen Glättegefahr für das gesamte Bundesland Schulschließungen angeordnet. Die Maßnahme war teilweise auf Kritik gestoßen. In einigen anderen Bundesländern hatten Schulen nur regional geschlossen.

fok/dpa