SpOn 01.01.2026
19:47 Uhr

Nordkorea: Kim Jong Un feiert Silvester und schickt einen Salut an Wladimir Putin


Er kam mit seiner Tochter und ließ Taekwondo-Athleten kämpfen: Kim Jong Un hat Silvester genutzt, um seine Allianz mit dem Kreml zu zelebrieren – wenige Tage nach einem Langstrecken-Marschflugkörpertest.

Nordkorea: Kim Jong Un feiert Silvester und schickt einen Salut an Wladimir Putin

Kim Jong Un hat Silvester gefeiert – mit einem Feuerwerk, patriotischen Liedern und Taekwondo-Aufführungen. Mit dabei: Seine Tochter Ju Ae.

In seiner Rede bezeichnete der Erbdiktator 2025 als ein unvergessliches Jahr. Er grüßte auch seine Truppen, die an der Seite der russischen Armee in der Ukraine kämpfen. »Seid mutig, hinter Euch stehen Pjöngjang und Moskau«, sagte er – und betonte die »unerschütterliche Allianz« mit Kremlchef Wladimir Putin.

Kim Jong Un vor Parteimitgliedern und Soldaten

Kim Jong Un vor Parteimitgliedern und Soldaten

Foto: KCNA / EPA

Grundlage des Einsatzes ist ein gegenseitiger Verteidigungspakt zwischen Nordkorea und Russland. Südkoreanischen, ukrainischen und westlichen Quellen zufolge schickte Nordkorea im vergangenen Jahr rund 14.000 Soldaten zum Kampf an der Seite Russlands nach Kursk. Mehr als 6000 von ihnen seien getötet worden. Nordkorea hat seine Soldaten, die für Russland in der Ukraine kämpften, wiederholt öffentlich geehrt. Im August lobte Kim sie bei einem Treffen mit an Auslandseinsätzen beteiligten Offizieren.

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Nordkorea hat nach eigenen Angaben erst zwei Langstreckenmarschflugkörper getestet. Die Raketen wurden bereits am Sonntag abgeschossen, wie die staatliche Nachrichtenagentur KCNA berichtet.

Nach einer Flugdauer von etwas über zehn Sekunden sollen sie im Gelben Meer vor der Westküste des Landes ihre vorhergesehenen Ziele getroffen haben. Nordkoreas Machthaber habe den Waffentest persönlich beaufsichtigt und als »verantwortungsbewusste Ausübung des Rechts auf Selbstverteidigung und Kriegsabschreckung« verteidigt.

Auch wenn Uno-Resolutionen Nordkorea das Testen ballistischer Raketen verbieten, hat die Militärführung in den vergangenen Jahren die Zahl seiner Raketenstarts deutlich erhöht. Marschflugkörper fallen nicht ausdrücklich unter das Uno-Verbot. Dennoch gelten die Flugkörper wegen ihrer geringen Flughöhe und hohen Manövrierbarkeit als potenzielle Bedrohung, insbesondere für das benachbarte Südkorea. Sie sind für Radarsysteme deutlich schwerer zu erfassen als ballistische Raketen.

dop/dpa/Reuters