Der Sänger der Kastelruther Spatzen, Norbert Rier, 65, erholt sich aktuell von einer Herz-OP – und kann deshalb nicht mit auf die alljährliche Weihnachtstour der Volksmusikgruppe. Ausfallen müssen die Konzerte aber nicht, es gibt Ersatz aus der nächsten Familie: Norbert Riers Sohn Alexander übernimmt.
Eingewöhnungsprobleme mit dem Junior gab es nicht, verrät Keyboarder und Akkordeonspieler Albin Gross, 70. »Alexander hat die Lieder schon als Kind gehört und kennt sie in- und auswendig.«
Und: »Bei den Fans kommt es gut an, dass der Sohn für den Vater einspringt.«
Zudem sei es vorteilhaft, dass der 40-jährige Alexander das Durchschnittsalter etwas nach unten drücke. Er habe die gleiche Mimik wie sein Vater. Wer die »Spatzen« seit Langem kenne, denke vermutlich, die Zeit sei stehen geblieben, spekuliert Gross.
Alexander Rier auf seinem Haflinger Terra: Er hat nicht nur das musikalische Talent von Vater Norbert geerbt, sondern auch die Begeisterung für Pferde. Norbert Rier züchtet selbst.
Foto: Guenter Hofer / SchwabenPress / picture allianceRier gehe es »den Umständen entsprechend wirklich gut«
Die Kastelruther Spatzen aus Südtirol gehören zu den erfolgreichsten Gruppen der Volksmusik. Gross räumt ein, dass man sich mit Riers Erkrankung jetzt in einer Ausnahmesituation befindet – obwohl es die vor acht Jahren schon einmal gab. Damals wurde Norbert Rier eine künstliche Herzklappe eingesetzt.
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Man habe die Konzertveranstalter gefragt, ob man jetzt mit einem Ersatzsänger auf Tournee gehen könne, berichtet Gross: »Einige waren dafür, andere wollten das lieber auf das nächste Jahr verschieben.« Es gebe daher nun weniger Weihnachtskonzerte als vorgesehen. Los geht es am Donnerstag in Grimma.
Mittlerweile hat sich Norbert Rier auch aus dem Krankenbett gemeldet. »Ich darf sagen, es geht mir den Umständen entsprechend wirklich gut«, ließ der 65-Jährige ausrichten.
