SpOn 04.02.2026
16:32 Uhr

Nigeria: Mindestens 162 Menschen bei bewaffnetem Dschihadisten-Angriff getötet


Bewaffnete Männer haben im nigerianischen Bundesstaat Kwara das Feuer auf Zivilisten eröffnet und viele Menschen getötet. Die Lokalregierung spricht von »terroristischen Zellen.«

Nigeria: Mindestens 162 Menschen bei bewaffnetem Dschihadisten-Angriff getötet

Bewaffnete Milizen haben in Nigeria mindestens 162 Menschen getötet. Das Massaker soll in einem Dorf im Bundesstaat Kwara stattgefunden haben, wie ein dortiger Vertreter des Roten Kreuzes mitteilte. Die Suche nach weiteren Todesopfern geht weiter.

Ein Abgeordneter der Region Kaiama hatte der Nachrichtenagentur AFP zuvor gesagt, dass nach dem Angriff am Dienstagabend mindestens 35 Leichen gezählt worden seien. Die Polizei bestätigte den Angriff, nannte aber keine Opferzahlen. Die Regierung des Bundesstaates machte »terroristische Zellen« für die Attacke verantwortlich.

Anwohner berichteten der Nachrichtenagentur Reuters, dass die Bewaffneten, bei denen es sich vermutlich um Dschihadisten handelt, die oft in dem Dorf predigten, von den Einheimischen verlangt hätten, ihre Treue zum nigerianischen Staat aufzugeben und die Scharia anzuerkennen. Als die Dorfbewohner sich geweigert hätten, sollen die Männer während der Predigt am Dienstag das Feuer auf die Dorfbewohner eröffnet und Dutzende getötet haben.

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In Teilen Nigerias sind seit Jahren als »Banditen« bekannte Banden aktiv. Sie überfallen Dörfer, entführen Anwohner für Lösegeld und brennen Häuser nieder. Behörden und Experten zufolge arbeiten die bewaffneten Gruppen vermehrt mit dschihadistischen Milizen zusammen.

Die nigerianische Armee hat ihre Einsätze gegen bewaffnete Banditen und Dschihadisten zuletzt verschärft. Die Armee erklärt regelmäßig, große Zahlen von Kämpfern getötet zu haben. Im Januar hatte die Armee bekannt gegeben, dass sie »anhaltende koordinierte« Einsätze gegen »terroristische Elemente« im Bundesstaat Kwara gestartet und dabei Erfolge erzielt habe. Örtliche Medien berichteten, dass die Armee 150 Banditen »neutralisiert« habe.

naw/AFP/Reuters