Gewissermaßen mit Chauffeur haben zwei Polizeibeamte nach einem Unfall ihren Einsatzort in Niedersachsen doch noch erreicht. Am Donnerstagabend waren die Beamten des Polizeikommissariats Stadthagen, darunter der Einsatzleiter, unterwegs zu einem SEK-Einsatz in Lindhorst, wie die Polizei am Montag mitteilte.
Im nahe gelegenen Lüdersfeld geriet der Streifenwagen demnach auf regennasser Fahrbahn ins Schleudern und blieb im Erdreich stecken. Das Auto sei nicht mehr fahrbereit gewesen, die Beamten unverletzt geblieben.
In dem Moment kam den Angaben zufolge ein Autofahrer vorbei, der auf dem Weg zu einem Sporttermin war. Die Beamten des Spezialeinsatzkommandos baten um Hilfe, der Mann zögerte nicht – allerdings gelang es nicht, den Streifenwagen zurück auf die Straße zu bringen.
Die Polizeibeamten entschieden schließlich pragmatisch: Weil der Einsatz dringend war, sollte der hilfsbereite Fahrer sie zum Einsatzort befördern. Der Mann brachte sie laut Polizei rund fünf Kilometer weit bis in die Nähe der Einsatzstelle. Für ihn habe dabei keine Gefahr bestanden.
Die Polizei bedankte sich ausdrücklich für die Hilfsbereitschaft – und würde dies gern auch persönlich tun. Sie bat ihn nun, sich zu melden – und sprach von einer »nahezu filmreifen« Situation.
SEK-Einsatz nach Schüssen von Balkon
Hintergrund des Einsatzes waren Schüsse aus einem Mehrfamilienhaus in Lindhorst. Das Spezialeinsatzkommando nahm einen 43-Jährigen fest, der in eine psychiatrische Einrichtung kam. Ein Zeuge hatte die Polizei alarmiert, nachdem der Mann Schüsse von seinem Balkon in der Gemeinde westlich von Hannover abgegeben haben soll.
Anwohner wurden daraufhin zwischenzeitlich aufgefordert, ihre Wohnungen nicht zu verlassen. In der Wohnung des 43-Jährigen wurden ein Druckluftgewehr, eine Schreckschusswaffe und ein Messer sichergestellt.
