Hier sitzt Venezuelas autoritärer Ex-Machthaber Nicolás Maduro ein: Im Metropolitan Detention Center von New York, einem berüchtigten Gefängnis im Stadtteil Brooklyn. Die Einrichtung ist durch prominente Straftäter und schlechte Haftbedingungen bekannt. Ehemalige Insassen wie der Rapper Sean »Diddy« Combs oder die Epstein-Vertraute Ghislaine Maxwell nannten die Zustände im Inneren »unmenschlich«.
Auch Experten attestieren einen schlechten Zustand: oft gebe es keine Heizung, Wasserleitungen sind undicht, es gibt Ratten und Ungeziefer. Problematisch sei vor allem die Mischung der Gefangenen.
Mitchell Epner, ehemaliger US-Bundesstaatsanwalt: »Es ist gefährlich dort. Jeder Angeklagte, der in New York auf seinen Prozess wartet, ist dort untergebracht. Wer bereits verurteilt wurde, sitzt normalerweise nach Sicherheitsstufen ein: hoch, mittel und niedrig. Hier sind alle zusammen inhaftiert.«
Für Maduro könnte diese Situation im Gefängnis besonders bedrohlich werden.
Mitchell Epner, ehemaliger US-Bundesstaatsanwalt: »Präsident Trump hat gesagt: Maduro sei praktisch der Anführer der Gang »Tren de Aragua«. Jedes hier inhaftierte Gangmitglied, dessen Gang Streit mit TdA hat, könnte versuchen, sich an Maduro oder seiner Frau zu rächen.«
Vor wenigen Tagen wurden Maduro und seine Ehefrau Cilia Flores durch US-Soldaten in Caracas gefangen genommen und nach New York gebracht. Hier soll ihnen der Prozess wegen mutmaßlichem »Drogenterrorismus« gemacht werden. Währenddessen werden sie wohl in ihren Zellen in Brooklyn bleiben müssen.
Mitchell Epner, ehemaliger US-Bundesstaatsanwalt: »In Einzelhaft ist man zwar körperlich sicher. Aber es ist eine psychische Qual. Die Uno definiert längere Einzelhaft als eine Form der Folter. Längere Zeiträume in Einzelhaft brechen so gut wie jeden Menschen. Angesichts des bevorstehenden Prozesses werden Maduro und seine Frau wahrscheinlich häufig mit ihren Anwälten zusammentreffen. Und diese Art von menschlichem Kontakt hilft, die Härte der Einzelhaft zu mildern. Aber sie ist keine gute Sache.«