US-Rapperin Nicki Minaj, 43, war einmal eine Verbündete der LGBTQ-Community und kritisierte Trumps Einwanderungspolitik offen. Seit einigen Monaten schlägt sie andere Töne an.
»Diese Regierung ist voller Menschen mit Herz und Seele. Sie machen mich stolz«, sagte Minaj in einem von Fox übertragenen Gespräch mit Erika Kirk, der Witwe des erschossenen Charlie Kirk, Ende Dezember.
»Nicki«, lobhudelte Trump wenige Wochen später, im Januar 2026, sei »eine großartige Unterstützerin. Sie ist so gut, sie ist MAGA. Sie war schon die ganze Zeit an unserer Seite.« (Lesen Sie hier mehr dazu.)
Erst vor wenigen Tagen schrieb Minaj auf X: »Eines der bedeutungsvollsten Geschenke, die ich je in meinem Leben erhalten habe.« Dazu das Bild einer Bibel, handsigniert von »Donald J. Trump, 45th President of the United States«.
One of the most meaningful gifts I’ve ever received in my entire life. pic.twitter.com/AfupGNVTpY
— Nicki Minaj (@NICKIMINAJ) February 22, 2026
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Ihre Posts, in denen sie wahlweise gegen den demokratischen Gouverneur Kaliforniens schießt oder stolz eine »Trump Gold Card« zeigt, erzielen Millionen Views.
Doch nun wirft ein Bericht des israelischen Unternehmens Cyabra , das darauf spezialisiert ist, Desinformation und Fake-Accounts aufzudecken, Fragen auf: Zwischen dem 11. November und dem 28. Dezember vergangenen Jahres soll ein koordiniertes Netzwerk von mehr als 18.000 Fake-Accounts Minajs Beiträge auf X systematisch verbreitet und kommentiert haben. Zuerst berichtete »Politico« darüber.
Von den 55.469 untersuchten Profilen stufte Cyabra knapp ein Drittel als gefälscht ein – mit einer Sicherheit von rund 85 Prozent. Solch hohe Anteile unechter Aktivität, so der Bericht, seien sonst nur im Umfeld von Kriegen oder Präsidentschaftswahlen zu beobachten. Im Zusammenhang mit Prominenten oder der Musikindustrie sei das Auftreten von Bot-Netzwerken in dieser Größenordnung ungewöhnlich.
Auffällig ist die Stoßrichtung der Kampagne: Cyabra kommt zu dem Schluss, dass es weniger darum gegangen sei, MAGA-Botschaften zu verbreiten, als darum, Minajs öffentliches Ansehen zu stärken. »Die Kampagne konzentrierte sich darauf, die sichtbare Unterstützung für Nicki Minaj zu verstärken, insbesondere in Beiträgen, die Kritik hervorriefen – um den Anschein einer breiten öffentlichen Zustimmung und einer unterstützenden Fangemeinde zu erwecken«, heißt es in dem Bericht.
Die Kommentare der Fake-Accounts seien »überwiegend kurz, repetitiv und von geringer semantischer Komplexität« gewesen, mit lobenden Schlüsselwörtern und positiven Hashtags statt »origineller oder substanzieller Beiträge«. Als Beispiel nennt der Bericht den Account @LAX76283656, den Cyabra als gefälscht einstuft: »Nicki, du bist mutig, weil du deine Wahrheit lebst. Die Leute mögen nicht immer mit dem einverstanden sein, was sich gerade abspielt, aber als Künstlerin und wenn man deine Entwicklung als Person beobachtet, ist das inspirierend.« Für den 26. Dezember identifizierte Cyabra etwa, dass 56 Prozent aller Kommentare zu politischen Beiträgen Minajs von gefälschten Profilen ausgingen.
Anfragen von »Politico« an Minajs Team blieben unbeantwortet. Dafür meldete sich Alex Brusewitz zu Wort, Medien- und Politikberater Trumps: »Diese Story ist 100 % BS! Nicki Minaj, die berühmteste Rapperin aller Zeiten, braucht keine ›Bots‹ um sich in den sozialen Medien zu promoten«, schrieb er auf X.
This story is 100% BS! @NICKIMINAJ, the most popular female rapper of all time, does not need “bots” to promote her on social media.
— Alex Bruesewitz 🇺🇸 (@alexbruesewitz) February 23, 2026
Politico’s Jason Beeferman is also a fake news hack who fails to disclose that the company that conducted this report, Cybara, is partnered with… https://t.co/Rr2V0d28BM
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Wer den Cyabra-Bericht in Auftrag gegeben hat, ist nicht bekannt. Die Person wolle anonym bleiben, heißt es bei »Politico«, aus Angst vor öffentlichen Vergeltungsmaßnahmen.
