Nato-Pläne für die Arktis
Um US-Präsident Donald Trump zu besänftigen, will die Nato sich stärker militärisch in der Arktis engagieren. Nach Informationen meines Kollegen Matthias Gebauer sind die militärischen Planungen für die Mission »Arctic Sentry« rund um Grönland angelaufen. Der Oberbefehlshaber der Nato, US-General Alexus G. Grynkewich, hat eine entsprechende Order gegeben. Schon kommende Woche könnten die Nato-Verteidigungsminister in Brüssel über einen ersten Entwurf eines Operationsplans beraten (hier mehr ).
Hintergrund: Die Idee für die Mission »Arctic Sentry« war entstanden, um US-Präsident Donald Trump zu besänftigen. Der hatte immer wieder gefordert, die USA müssten Grönland übernehmen, da er nur so für die Sicherheit in der Arktis sorgen könne. Bei seinen Drohungen, Grönland zur Not auch mit Gewalt zu übernehmen, hatte er immer wieder die Nato kritisiert, demnach kümmere sich das Bündnis gar nicht um die Sicherheit in der geostrategisch wichtigen Region (hier in Karten erklärt ).
Rentenreform bis Ende 2026?
Kanzler und Kanzleramtsminister
Foto: Kay Nietfeld / dpaDer Rentenstreit innerhalb der Union aus dem Herbst ist befriedet, nun will die Regierung liefern: »Bis zum Ende des Jahres werden wir die ersten großen Sozialreformen umgesetzt haben, und die Rente haben wir dabei priorisiert«, sagt Kanzleramtschef Thorsten Frei. Bis Dezember werde aber nicht alles fertig werden, sagte der CDU-Politiker. Die anstehenden Reformen werde man sicher aufteilen in sehr schnell umsetzbare Vorschläge und andere, die einen etwas längeren Vorlauf benötigen (hier mehr).
Hintergrund: Deutschland hat die europaweit älteste Arbeitsbevölkerung; es gibt Streit darüber, wie sich die Rente finanzieren lässt. Die Junge Gruppe innerhalb der Union hatte gegen die Rentenpolitik der Union opponiert. Die Rentenrebellen hatten sich aus Sorge um die Rentenhöhe für die junge Generation in der Zukunft gegen die jüngsten Koalitionsbeschlüsse zur Alterssicherung gestellt. Im Bundestag brachte Kanzler Friedrich Merz die jüngsten Reformen trotzdem durch (mehr hier ).
Clinton-Aussage im Fall Epstein
Clintons bei Trumps Amtseinführung 2025
Foto: Melina Mara / The Washington Post / dpaDer ehemalige US-Präsident Bill Clinton und seine Ehefrau, Ex-Außenministerin Hillary Clinton, werden sich nun doch vor einem Kongressausschuss den Fragen zum Sexualstraftäter Jeffrey Epstein stellen. Lange hatten sie sich geweigert, jetzt geben sie ihren Widerstand notgedrungen auf: Am Mittwoch hätte das Repräsentantenhaus darüber abstimmen sollen, ob die beiden wegen Missachtung des Kongresses bestraft werden sollten. Es drohten bis zu 100.000 Dollar Geldstrafe oder bis zu einem Jahr Gefängnis (die aktuellen Entwicklungen hier, mehr Hintergrund hier ).
Das große Ganze: Die neu veröffentlichten Epstein-Akten ermöglichen Einblicke in die Welt der Reichen und Mächtigen, in ihr Beziehungsgeflecht, in kuriose Ideen und profane Probleme. Und sie offenbaren, wie nahe einige Promis dem Sexualstraftäter standen, auch nach Epsteins erster Verurteilung zu 18 Monaten Haft im Jahr 2008. Mein Kollege Claus Hecking hat Teile der Akten durchforstet, er stieß auf Einträge zu einem Urlaub mit dem Militärhelikopter und eine klamme Ex-Herzogin. Was noch alles in den Epstein-Akten steht, lesen Sie hier .
Sie wollen heute nur eine Geschichte lesen? Hier können Sie Deutschlands Krise selbst nachzeichnen
Deutschland, einst stolze Nation des Wirtschaftswunders, hat den Krisenblues. Die Volkswirtschaft stagniert. Jeden Tag machen Schlagzeilen von Firmen die Runde, die in die Pleite rutschen: Maschinenbauer, Autozulieferer oder zuletzt die Revo-Hotelkette.
Doch wie schwer ist die Krise wirklich – und was unterscheidet sie womöglich von anderen Wirtschaftsflauten in der Vergangenheit? Mit dem Grafik-Quiz meiner Kollegen Benjamin Bidder und Ferdinand Holsten können Sie überprüfen, wie gut Sie die Probleme der deutschen Wirtschaft kennen – und wo Sie Ihre Intuition womöglich auf Glatteis führt.
Testen Sie Ihr Wissen hier: Wie schlimm ist die Deutschland-Flaute?
Und was denken Sie?
In der CDU tobt eine Debatte über sozialpolitische Härte. »Kein Rechtsanspruch auf Lifestyle-Teilzeit«, mit dieser Überschrift eines Antrags hat der Wirtschaftsflügel der Union Empörung ausgelöst. Die Vorsitzende räumt Versäumnisse ein, hält aber an der Forderung fest (hier die aktuellen Entwicklungen und hier mehr Hintergrund ).
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