SpOn 05.02.2026
16:58 Uhr

News in Echtzeit: Deutscher Diplomat aus Moskau ausgewiesen, Aussage von Marius Borg Høiby im Prozess, Bill Gates über Epstein


Die wichtigsten Nachrichten im Kurzüberblick.

News in Echtzeit: Deutscher Diplomat aus Moskau ausgewiesen, Aussage von Marius Borg Høiby im Prozess, Bill Gates über Epstein

Moskaus Retourkutsche

Russland hat einen Mitarbeiter der deutschen Botschaft in Moskau zur Persona non grata erklärt und ausgewiesen. Das russische Außenministerium reagierte damit auf die Bundesregierung, die ihrerseits am 22. Januar einen Mitarbeiter der russischen Botschaft die Akkreditierung entzogen hatte. Dieser soll in Deutschland Spionage betrieben haben. Moskau wies die Anschuldigungen zurück.

Hintergrund: Immer wieder wird Russland vorgeworfen, einen hybriden Krieg gegen Deutschland zu führen, der auch Spionage umfasst. Zuletzt ging es um die mutmaßliche russische Spionin Ilona W.. Sie war gern gesehener Gast im Berliner Politbetrieb. Vor Kurzem kam sie sogar dem Kanzler und dem ukrainischen Präsidenten sehr nahe .


Marius Borg Høiby bestreitet Vergewaltigungsvorwürfe

Der Sohn von Norwegens Kronprinzessin Mette-Marit, Marius Borg Høiby, sieht sich schweren Vorwürfen ausgesetzt. Ihm droht jahrelange Haft. Vor Gericht plädierte er in vier Fällen von Vergewaltigung und einem Fall häuslicher Gewalt auf nicht schuldig. Und er versucht zu erklären, warum er Begriffe wie »Vergewaltigung« trotzdem googelte.

Hintergrund: Der Prozess gegen Marius Borg Høiby begann erst kürzlich. Ihm werden insgesamt 38 Straftaten zur Last gelegt. Darunter vier Fälle von Vergewaltigung von Frauen, die schliefen oder stark betrunken waren; teils nach zunächst einvernehmlichem Sex, danach im Zustand fehlender Zustimmung. Ihm wird zudem vorgeworfen, mehrere Partnerinnen körperlich und psychisch misshandelt, gewürgt, geschlagen und bedroht zu haben. Doch vor Gericht, wird deutlich: Er sieht sich selbst als Opfer. 


Bill Gates bezeichnet Kontakte zu Epstein als »dumm«

Der Microsoft-Gründer und Milliardär Bill Gates bereut jede Minute, die er mit dem Sexualstraftäter Jeffrey Epstein verbracht hat, und entschuldigte sich dafür. »Es war dumm von mir, Zeit mit ihm zu verbringen«, sagte er in einem Interview. Auf der Privatinsel von Epstein, die Zentrum eines Missbrauchsrings gewesen sein soll, sei er nie gewesen. Auch habe er nie irgendwelche Frauen getroffen.

Das große Ganze: Die Sexualverbrechen Jeffrey Epsteins beschäftigen die USA noch Jahre nach seinem Tod. Bill Gates trifft Ep­stein 2011 das erste Mal, da war dieser bereits ein verurteilter Sexualstraftäter. Auch 2014 feierte er noch mit ihm. Jahre später wird Melinda Gates in einem Interview erzählen, dass die Verbindung ihres Mannes zu Epstein ein Grund gewesen sei, die Scheidung einzureichen (hier der aktuelle SPIEGEL-Titel Der Epstein-Club – Innenansichten einer globalen Elite ).


Sie wollen heute nur eine Geschichte lesen? Rettungseinsatz in Menden

In Menden im Märkischen Kreis entdeckten Polizei und Feuerwehr vor vier Wochen sechs verwahrloste Kinder in einem Haus. Gegen die Eltern wird wegen Körperverletzung durch Unterlassen ermittelt. Ein Autofahrer informierte die Behörden, als er ein zweijähriges Kind barfuß über die Straße laufen sah. Welches Schicksal steckt hinter dieser Meldung?


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Gestern haben wir Sie gefragt, ob Sie sich nach dem Frühling sehnen. Mehr als 2000 Leserinnen und Leser haben abgestimmt – mit klarem Ergebnis: Mehr als 800 Teilnehmende wollen Blüten sehen, knapp 300 können gut mit dem Schnee leben.

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