SpOn 23.01.2026
05:29 Uhr

News: Trumps Grönland-Luftnummer, Galeria im Niedergang, KI an Schulen


Die Arktis-Einigung ist mehr Wunsch als Wirklichkeit. Die Kaufhauskette Galeria steht einmal mehr am Abgrund. Und der Einsatz von KI an Schulen kann sinnvoll sein – oder absurd. Das ist die Lage am Freitagmorgen.

News: Trumps Grönland-Luftnummer, Galeria im Niedergang, KI an Schulen
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Trumps Grönland-Luftnummer

Stutzig konnte man schon werden, dass sich Donald Trump und Marc Rutte in so kurzer Zeit grundsätzlich über die Zukunft Grönlands einig werden konnten. Was hatte der Nato-Generalsekretär dem US-Präsidenten angeboten? Im Laufe der Nacht sickerten erste mögliche Details eines Deals durch: etwa neue US-Militärstützpunkte auf der Arktisinsel, die als amerikanisches Territorium deklariert werden sollen. Oder ein Mitspracherecht der USA bei der Frage, wer auf Grönland Rohstoffe abbauen darf. Man konnte sich nur wundern: Hatten die dänische und die grönländische Regierung Rutte tatsächlich das Mandat erteilt, derartige Zugeständnisse zu machen?

Grönlands Regierungschef Jens-Frederik Nielsen: Nicht informiert worden

Grönlands Regierungschef Jens-Frederik Nielsen: Nicht informiert worden

Foto: Mads Claus Rasmussen / EPA

Im Laufe des Tages stellte sich dann heraus: Hatten sie nicht. Auf einer bemerkenswerten Pressekonferenz am Nachmittag in Nuuk erklärte der grönländische Regierungschef Jens-Frederik Nielsen, in die Verhandlungen nicht eingebunden gewesen zu sein und auch nicht zu wissen, was da vereinbart wurde. Er forderte wiederholt, die Souveränität seines Landes zu respektieren.

Da es aber unmöglich ist, über die Zukunft Grönlands ohne die Grönländer zu entscheiden – so lautet jedenfalls das Mantra der Europäer –, bedeutet das: Unabhängig davon, was Trump mit Rutte besprochen hat, gibt es noch keinen Deal. Der von Trump pompös verkündete Rahmenplan war tatsächlich nur ein erstes Gespräch (mehr hier ). Nichts ist erledigt.


Ewig siecht die Kaufhauskette

Dass der Laden schon eine ganze Weile Galeria heißt: geschenkt. Im Kopf und im Herzen bleibt der Name Karstadt (oder, je nachdem, Kaufhof). In letzter Zeit war man sogar wieder etwas öfter dort, weil es, da kann man noch so bequem im Internet bestellen, doch ganz gut ist, etwa eine gusseiserne Bratpfanne vor Ort begutachten und bei Gefallen gleich mitnehmen zu können. Und im Untergeschoss, in der Lebensmittelabteilung, schnell die Zutaten zusammenzusuchen, die später in der neuen Pfanne landen.

Galeria-Kaufhaus in Berlin: War hier früher nicht viel mehr los?

Galeria-Kaufhaus in Berlin: War hier früher nicht viel mehr los?

Foto: Emmanuele Contini / IMAGO

Aber etwas trist ist er geworden, der Kaufhausbesuch. War hier früher nicht viel mehr los? Mehr Menschen und ein größeres Angebot? In der Schlange an der Kasse überlegt man dann, die Kassiererin aufzumuntern, mit etwas Small Talk, wie wichtig das Kaufhaus für das Stadtviertel sei, als sozialer Ort. Bitte nicht aufgeben! Aber dann sagt genau das schon der Mensch vor einem in der Schlange, und die Kassiererin antwortet ihm tonlos genervt: »Aber trotzdem bestellen alle im Internet.«

Da hilft keine Nostalgie: Der Niedergang von Galeria und damit der klassischen Kaufhauskultur lässt sich wohl nicht mehr aufhalten (mehr hier ). Meine Kollegin Kristina Gnirke hat aufgeschrieben, wie sich das Siechtum auch unter den Investoren Bernd Beetz und Richard Baker fortsetzt, die sich im Frühjahr 2024 als Retter von 83 der damals 92 Filialen einer einst ikonischen Marke feiern ließen. Kristinas Analyse lässt wenig Raum für Hoffnung, denn Umsatz und Gewinn sind abgesackt, notwendige Investitionen in marode Standorte bleiben aus und ein Zukunftskonzept fehlt: »Das Unternehmen pfeift aus dem letzten Loch.«


Bessere Förderung oder totale Verblödung?

Hier kommt neue Munition für den andauernden Kampf der KI-Glaubenskrieger am heimischen Frühstückstisch: Ist es nun nicht nur in Ordnung, sondern zeitgemäß und deshalb geradezu notwendig, seine Hausaufgaben unter Zuhilfenahme der KI zu erledigen? Oder sollten junge Menschen darauf verzichten und stattdessen selbst nachlesen, überlegen, schreiben und rechnen? Die KI-Professorin Ute Schmid kennt die Antwort. Sie lautet: Kommt darauf an.

KI-Workshop an einer Duisburger Schule: Intelligente Tutorsysteme versus ChatGPT

KI-Workshop an einer Duisburger Schule: Intelligente Tutorsysteme versus ChatGPT

Foto: Tanja Pickartz / FUNKE Foto Services / IMAGO

»Es gibt durchaus KI-Ansätze, die das Potenzial haben, unsere Kinder individueller und besser zu fördern«, sagt Schmid im Interview mit meiner Kollegin Antje Windmann. »Da reden wir dann aber von intelligenten Tutorsystemen und nicht von ChatGPT von der Stange.« Besonders absurd werde es, berichtet Schmid, wenn sowohl Schüler als auch Lehrer ihre Arbeit der KI überlassen: »Im Extremfall schreiben Schülerinnen und Schüler damit einen Aufsatz, die Lehrkraft nimmt die Arbeiten mit nach Hause und füttert sie in ein generatives KI-System, das Aufsätze korrigiert.« Da lernt niemand mehr etwas.

Welche Ansätze es gibt, künstliche Intelligenz an Schulen so einzusetzen, dass sie hilfreich und förderlich ist, weiß Schmid aber auch. Das lesen Sie im vollständigen Interview. Oder Sie lassen es sich von der KI zusammenfassen.


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  • Gerade noch mal gut gegangen? Nicht wirklich: Große Erleichterung: Donald Trump will Grönland nicht besetzen. Die Europäer sollten nicht feiern, sondern endlich agieren, statt immer nur zu reagieren .


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Gewinnerin des Tages…

Popstar Taylor Swift im Dezember 25 in der CBS-»Late Show«

Popstar Taylor Swift im Dezember 25 in der CBS-»Late Show«

Foto: CBS Photo Archive / CBS / Getty Images

…ist abermals Taylor Swift. Die US-Sängerin ist in die Songwriters Hall of Fame aufgenommen worden – im Alter von erst 36 Jahren. Nur Stevie Wonder war mit 33 Jahren jünger, als er 1983 aufgenommen wurde. »Taylor Swift ist vielleicht die bekannteste Singer-Songwriterin ihrer Generation und verfügt über eine einzigartige Begabung«, schreibt die Hall of Fame über die 14-fache Grammy-Gewinnerin. »Swifts Fähigkeit, sich als Songwriterin zu verwandeln« sei »Teil ihrer Superkraft als Songwriterin«.

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Heute bei SPIEGEL Extra: Für dieses Käsekuchen-Rezept gab es einen Heiratsantrag

Foto:

BAREA Carmen / hemis / laif

Schmeckt der virale Cheesecake aus dem Joghurtbecher? Klar, alles schmeckt, wenn man genügend Kekse reindrückt. Aber wir haben hier gleich vier Rezeptalternativen für Sie – und ein ganz besonderes, mit Verliebt-Garantie .

Ich wünsche Ihnen einen guten Start in den Tag.

Ihr Stefan Kuzmany, Autor der Chefredaktion