Nicht nur Berlin hat mit vereisten Gehwegen und politischem Krisenmanagement im Winter zu kämpfen. Auch der Hoffnungsträger der US-Linken, Zohran Mamdani, sieht sich nach einem Schneesturm nun einem republikanischen Shitstorm ausgesetzt.
Gut zwei Wochen nach dem Schneesturm und anhaltenden Temperaturen unter dem Gefrierpunkt sind in New York viele Straßen immer noch nicht geräumt. Es regt sich Unmut gegen Mamdani. Die New Yorker würden in der Kälte stehen gelassen, schreibt die rechte Boulevardzeitung »The New York Post« über Mamdani, »eisberggroße Schneehaufen blockieren Straßen, Radwege, Fußgängerwege und Parkplätze«. Das Missmanagement Mamdanis sei unglaublich.
Kelly Jane Torrance, leitende Redakteurin der Zeitung, warnte gar vor Unruhen. Die öffentliche Ordnung könne zusammenbrechen, wenn der »Pro-Kriminalität«-Bürgermeister so weitermache. Im Netz mokierten sich Republikaner über das angeblich anhaltende Chaos.
»Niemand streut, niemand macht einen SCHE*SS«
Der rechtspopulistische Schauspieler und Podcaster Michael Rapaport teilte im Netz ein Video, das liegen gebliebenen Schnee dokumentiert. »Dreckiger schwarzer Schnee, Müllsuppe, Eisflächen an jeder Ecke, Autos wie Fossilien begraben«, schreibt Rapaport dazu, »niemand schaufelt, niemand streut, niemand macht einen SCHE*SS«.
Doch die Kritik erfährt im Netz auch Widerworte. »Echte New Yorker wissen, dass NYC so aussieht, wenn es schneit... das war auch vor Zohran so«, schreibt eine Person unter das Video von Rapaport.
Der gescholtene Bürgermeister selbst hatte am Freitag die Wetterlage für die Situation in New York verantwortlich gemacht. Es liege nicht nur am Schnee, sondern an der anhaltenden Kaltfront, sagte er dem Radiosender Hot 97 . »Normalerweise steigen in New York nach dem Schneefall die Temperaturen, die Sonne assistiert beim Schmelzen des Schnees«, so Mamdani. Dieses Mal sei es anders, der Schnee werde zu Eis. Gegenwärtig würden 2500 Arbeitskräfte in Zwölf-Stunden-Schichten daran arbeiten, New York wieder eisfrei zu machen. »Und das geht so lange weiter, bis jede einzelne Straße in der Stadt sauber und geräumt ist.«
