SpOn 22.01.2026
07:09 Uhr

Neuseeland: Mehrere Menschen nach Erdrutsch auf Campingplatz vermisst


Im Norden Neuseelands hat eine Schlammlawine mehrere Menschen auf einem Campingplatz verschüttet. Rettungskräfte kämpfen nun um das Leben der vermissten Personen.

Neuseeland: Mehrere Menschen nach Erdrutsch auf Campingplatz vermisst

Nach einem schweren Erdrutsch auf einem Campingplatz in Mount Maunganui in Neuseeland werden mehrere Menschen vermisst, darunter offenbar auch Kinder. Der Erdrutsch zerstörte Teile des Campingareals, Zelte wurden von den Schlammmassen platt gedrückt, wie die Polizei mitteilte.

Augenzeugen berichteten, dass aus einem Dusch- und Toilettenblock Hilfeschreie zu hören waren. Menschen auf dem Dach versuchten demnach verzweifelt, zu den Eingeschlossenen vorzudringen. Nach etwa 15 Minuten seien die Stimmen aber verstummt, berichtete die Zeitung »New Zealand Herald«  unter Berufung auf einen an der Rettungsaktion beteiligten Mann. Auf im Internet verbreiteten Videos  war der Moment des Unglücks zu sehen.

Genaue Zahl der Vermissten unklar

Polizeichef Tim Anderson konnte keine genaue Zahl der Vermissten nennen, sagte aber auf einer Pressekonferenz, es handle sich um »eine einstellige Zahl«. Wegen der Gefahr weiterer Erdrutsche mussten die Retter demnach extrem vorsichtig vorgehen. Es sei aber »möglich, dass wir noch jemanden lebend finden«, betonte Anderson.

Der Badeort Mount Maunganui liegt auf einer Halbinsel und ist für seine atemberaubende Natur, herrliche Strände und einen markanten erloschenen Vulkan bekannt – von den Neuseeländern schlicht »The Mount« genannt. Das Gebiet liegt in der bekannten Region Bay of Plenty auf der Nordinsel. In Neuseeland sind gerade Sommerferien, viele Menschen sind auf Reisen.

Notstand in mehreren Regionen nach Rekordregen

In der nahe gelegenen Ortschaft Papamoa werden nach einem weiteren Erdrutsch, der ein Wohnhaus traf, zwei Menschen vermisst. Auslöser der Unglücke war extremer Starkregen: In der Region fiel innerhalb von zwölf Stunden so viel Regen wie sonst in zweieinhalb Monaten – der höchste Tageswert seit Beginn der Aufzeichnungen. In mehreren Regionen wurde der Notstand ausgerufen.

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Auch in anderen Teilen der Nordinsel kam es zu schweren Überschwemmungen. Nördlich von Auckland wird nach einem Mann gesucht, der beim Versuch, den Mahurangi River mit seinem Auto zu überqueren, von den Fluten mitgerissen wurde. Die Einsatzteams waren unter anderem mit Drohnen, Hubschraubern und Rafting-Booten im Einsatz, wie der Sender Radio New Zealand berichtet.

wit/dpa