In Nordrhein-Westfalen ist eine drei Meter lange Riesenschlange tot neben einem Altkleidercontainer entdeckt worden. Der Netzpython wurde am Sonntag in Welver in einem blauen Sack gefunden, wie die Polizei in Soest mitteilte. Wer die 35 Kilogramm schwere Schlange dort abgelegt hatte, war zunächst unklar. Die Polizei ermittelt und sucht nach Zeugen.
Netzpythons zählen neben Anakondas zu den größten und schwersten Schlangenarten der Welt. Sie fressen hauptsächlich kleinere Tiere und Vögel, für Menschen sind sie nur sehr selten gefährlich. In Südostasien gab es in den vergangenen Jahren aber auch einige Todesfälle.
In Deutschland kommt es immer wieder zu Sichtungen von Schlangen, die hierzulande nicht heimisch sind. Erst im Juni hatte in Quickborn eine drei Meter lange Würgeschlange in einem Bachlauf einen Polizei- und Feuerwehreinsatz ausgelöst. Bei dem Tier soll es sich um eine in Südamerika heimische Gelbe Anakonda gehandelt haben.
Schlangen als Haustiere erlaubt
Noch im August hatte der WDR über eine Frau aus Herford berichtet, die in ihrem Garten auf eine zweieinhalb Meter lange Würgeschlange stieß. Ein Expertenteam stellte anschließend fest, dass es sich dabei um eine Boa Constrictor handelte. Eigentlich leben die Würgeschlangen in Brasilien, das Tier hatte Glück mit dem Wetter. Nur an warmen Sommertagen bleibt sie gesund.
In Deutschland ist es grundsätzlich erlaubt, Schlangen als Haustiere zu halten. Jedoch gibt es Ausnahmen und Einschränkungen. Während die Haltung ungiftiger und kleiner Schlangen meist unproblematisch ist, besteht für Würge- und Giftschlangen zumeist eine Erlaubnis- oder Meldepflicht. Die Regelungen können sich je nach Bundesland unterscheiden.
Zu den beliebtesten Schlangen, die als Haustiere gehalten werden, gehören laut Peta, Deutschlands größter Tierrechtsorganisation, Riesenschlangen wie die Boa constrictor oder Pythons, aber auch ungiftige Nattern.
Welche exotischen, teils streng geschützten oder gefährlichen Kreaturen Menschen in Deutschland zu Hause hegen, wird meist nur sichtbar, wenn die Tiere plötzlich irgendwo auftauchen, weil ihre Halterinnen und Halter sich nicht mehr um sie kümmern können oder wollen. Lesen Sie hier mehr dazu und wie sich das Leid der Tiere verhindern ließe.
