SpOn 03.02.2026
09:42 Uhr

Nasa muss Mondmission Artemis 2 verschieben


Eigentlich wollte die Nasa im Februar Astronauten den Mond umrunden lassen. Doch bei der Generalprobe gab es jetzt Probleme – offenbar ein Treibstoffleck.

Nasa muss Mondmission Artemis 2 verschieben

Mit der »Artemis 2«-Mission sollen in diesem Jahr erstmals seit mehr als einem halben Jahrhundert wieder Menschen in die Nähe des Mondes fliegen. Der Start war eigentlich für die Tage zwischen dem 6. und 11. Februar geplant, muss nun laut der US-Raumfahrtbehörde Nasa aber in den März verschoben werden. Ursache sind Probleme mit der Rakete, bei den entscheidenden Tests am Montag und Dienstagmorgen traten Treibstofflecks auf.

Die Nasa hatte den Test am 31. Januar begonnen. Das kalte Wetter habe zu einer Verzögerung der Betankung geführt. Während des Tankvorgangs hätten die Ingenieure dann mehrere Stunden damit verbracht, ein Leck von flüssigem Wasserstoff zu beheben. Damit sei der Countdown in Verzug geraten. Den Ingenieuren sei es zunächst gelungen, Probleme zu beheben und die Tanks zu befüllen, teilt die Nasa mit . Fünf Minuten vor dem Ende des Countdowns hätten die Bodenstartsequenzer den Countdown aufgrund eines Anstiegs der Leckrate von flüssigem Wasserstoff jedoch automatisch gestoppt.

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Während der Generalprobe habe man weitere Probleme behoben. So habe man ein Ventil nachziehen müssen und Fehler bei den Audio-Kommunikationskanälen zwischen den Bodenteams korrigiert, so die Nasa.

»Die Ingenieure meisterten während des zweitägigen Tests mehrere Herausforderungen und erreichten viele der geplanten Ziele«, teilt die Nasa mit: »Damit die Teams die Daten überprüfen und eine zweite Generalprobe durchführen können, strebt die Nasa nun März als frühestmöglichen Starttermin für den Testflug an.«

Die US-Astronauten Christina Koch, Victor Glover und Reid Wiseman sowie ihr kanadischer Kollege Jeremy Hansen sollen den Mond bei der etwa zehntägigen Mission umrunden. Sie befanden sich zuletzt in Quarantäne im texanischen Houston. Dass der Start nun verschoben wird, bedeutet jedoch, dass die Astronauten aus der Quarantäne entlassen werden. »Die Besatzung wird etwa zwei Wochen vor dem nächsten geplanten Starttermin erneut in Quarantäne gehen«, so die Nasa.

Nasa-Direktor beschwichtigt

Nasa-Direktor Jared Isaacman erklärte, man habe mit Herausforderungen gerechnet. »Genau aus diesem Grund führen wir eine Generalprobe durch. Diese Tests dienen dazu, Probleme vor dem Flug aufzudecken und den Starttag mit der höchsten Erfolgswahrscheinlichkeit zu planen.«

Das Raketensystem für »Artemis 2« besteht aus der Rakete »Space Launch System« und der »Orion«-Kapsel und steht bereits auf dem Startplatz auf dem Weltraumbahnhof Cape Canaveral in Florida.

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Die unbemannte Mission »Artemis 1« hatte im November 2022 nach mehreren Verschiebungen und zwei erfolglosen Startversuchen stattgefunden. Die bemannte Nachfolgemission »Artemis 2« ist die erste Mondmission, an der eine Frau, ein nicht weißer Mensch und ein Mensch, der nicht aus den USA stammt, teilnehmen. Nach der Mondumrundung sollen bei der darauffolgenden Mission Menschen auf den Mond zurückkehren. Der bislang letzte bemannte Mondflug war 1972 die US-Mission »Apollo 17«.

ptz