SpOn 20.02.2026
15:45 Uhr

Nasa: Neun Monate gestrandet im All – US-Raumfahrtbehörde rechnet mit alter Führung ab


»Hardwarefehler, Qualifikationslücken, Führungsfehler, kulturelle Schwächen«: Die Nasa-Spitze hat die Raumschiffpanne aufgearbeitet, wegen der zwei Astronauten monatelang im All bleiben mussten. Und kommt zu einem deutlichen Urteil.

Nasa: Neun Monate gestrandet im All – US-Raumfahrtbehörde rechnet mit alter Führung ab

Die Nasa bewertet die Raumschiffpanne, wegen der zwei Astronauten rund neun Monate länger als geplant auf der Internationalen Raumstation ISS bleiben mussten, als schwerwiegenden Vorfall.

»Aufgrund des Verlusts der Manövrierfähigkeit des Raumschiffs beim Anflug der Besatzung auf die Raumstation und der damit verbundenen finanziellen Schäden hat die Nasa den Testflug als Zwischenfall vom Type A eingestuft«, hieß es in einer Mitteilung der US-Raumfahrtbehörde. Ein Type-A-Zwischenfall ist bei der Nasa die höchste Kategorie für einen Zwischenfall.

»Obwohl es keine Verletzten gab und die Mission vor dem Andocken wieder unter Kontrolle gebracht wurde, erkennt diese höchste Einstufung an, dass das Potenzial für einen schwerwiegenden Zwischenfall bestand«, so die Mitteilung.

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Die Astronauten Suni Williams und Barry Wilmore waren Anfang Juni 2024 mit dem Boeing-Raumschiff »Starliner« zur ISS gekommen und sollten eigentlich nur rund eine Woche dort bleiben. Aufgrund technischer Probleme mit ihrem Raumschiff entschied die Nasa aus Sicherheitsgründen jedoch, sie mit einem anderen Raumschiff und erst rund neun Monate später wieder zur Erde zurückkehren zu lassen. Die Szenen wurden live von der Nasa übertragen .

Suni Williams außerhalb der ISS

Suni Williams außerhalb der ISS

Foto: NASA

In der Mitteilung hieß es, eine unabhängige Untersuchung habe ergeben, dass ein Zusammenspiel von »Hardwarefehlern, Qualifikationslücken, Führungsfehlern und kulturellen Schwächen« Risikobedingungen geschaffen hätten, »die nicht mit den Sicherheitsstandards der Nasa für die bemannte Raumfahrt vereinbar sind«. Die Ermittlung der technischen Ursachen werde fortgesetzt. Seit Dezember 2025 ist der ehemalige Astronaut Jared Isaacman Chef der US-Raumfahrtbehörde. Er gilt als Vertrauter von Elon Musk. Isaacman soll das Mondprogramm von US-Präsident Donald Trump vorantreiben.

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svs/dpa