Der Milliardär und Weltraumtourist Jared Isaacman wird neuer Chef der US-Raumfahrtbehörde Nasa. Der Senat bestätigte seine Ernennung mit 67 zu 30 Stimmen. Isaacman soll das Mondprogramm von US-Präsident Donald Trump vorantreiben. Zwischenzeitlich hatte Verkehrsminister Sean Duffy die Weltraumbehörde mit geleitet.
Trump hatte den Milliardär und Weltraum-Touristen Isaacman bereits ein erstes Mal im vergangenen Dezember als Nasa-Chef vorgeschlagen. Im Streit mit Musk hatte Trump die Nominierung dann aber Ende Mai wieder zurückgezogen, wie unter anderem die »New York Times« berichtet hatte.
Lob von Trump
Anfang November erfolgte eine weitere Wende: Trump schlug Isaacman erneut vor. »Jareds Leidenschaft für die Raumfahrt und sein Engagement, die Grenzen der Erforschung zu erweitern, die Geheimnisse des Universums zu entschlüsseln und die neue Weltraumwirtschaft voranzutreiben«, machen ihn zu einem »idealen Kandidaten«, schrieb Trump in einem Post.
Ein Porträt von Jared Isaacman lesen Sie hier .
Isaacman hatte in den vergangenen Jahren mit zwei privaten Weltraum-Missionen für Aufsehen gesorgt: 2021 war er Teil einer Crew von Laien im All und kreiste gemeinsam mit drei anderen Raumfahrern knapp drei Tage lang um die Erde.
Mehrere Flüge in den Weltraum
Im September 2024 nahm er mit drei anderen Weltraum-Touristen an der Mission »Polaris Dawn« teil, bei der sie in rund 1.400 Kilometer Höhe schwebten und kurz aus ihrem Raumschiff ausstiegen.
Präsident Trump und die Nasa haben ein ehrgeiziges Ziel: US-Astronauten sollen mit dem »Artemis«-Programm zurück zum Mond. In der ersten Jahreshälfte 2026 sollen drei Männer und eine Frau bei einer rund zehntägigen Mission »Artemis 2« den Mond umrunden.
Im Jahr 2027 sollen dann bei »Artemis 3« nach mehr als einem halben Jahrhundert wieder Astronauten auf dem Mond landen. Längerfristig soll am Mond die Station »Gateway« entstehen. Der bisher letzte Mensch auf dem Mond war im Dezember 1972 dort, während der Nasa-Mission »Apollo 17«.
