Was routiniert wirkt, ist in Wahrheit eine Premiere: Zum ersten Mal hat die US-Weltraumbehörde Nasa eine Crew aus medizinischen Gründen vorzeitig von der internationalen Raumstation ISS zur Erde zurückgeholt.
Zena Cardman und Michael Fincke von der Nasa, ihr japanischer Kollege Kimiya Yui sowie der russische Kosmonaut Oleg Platonow sind am Morgen mit einer Dragon-Kapsel vor der Küste Kaliforniens planmässig im Pazifik gelandet. Ein Bergungsschiff stand bereit, an Bord warteten medizinische Teams, um sich um die Rückkehrer zu kümmern.
Die vierköpfige Besatzung hatte bereits am Mittwoch die Internationale Raumstation ISS verlassen und damit ihre Mission rund einen Monat früher als geplant beendet. Grund war ein medizinischer Notfall. Um welchen der Astronauten es dabei ging und um welche Art von Notfall, darüber machte die Raumfahrtbehörde bisher keine Angaben.
Immerhin verlief die Rückkehr schnell und reibungslos. Vom Abdocken bis zur Landung vergingen nur rund elf Stunden. In den kommenden Jahren jedoch will die Nasa noch deutlich weiter hinaus ins All: zunächst zum Mond und von den Dreißiger-Jahren an auch zum Mars.