SpOn 15.12.2025
14:06 Uhr

Nach Sturz in Syrien: Familie Assad lebt in Russland offenbar im Luxus


Er soll Russischstunden nehmen und will womöglich wieder als Augenarzt arbeiten: Der syrische Ex-Diktator Baschar al-Assad lebt wohl ein ruhiges Leben in einer Nobelgegend bei Moskau. Putin hat demnach keine Verwendung mehr für ihn.

Nach Sturz in Syrien: Familie Assad lebt in Russland offenbar im Luxus

Ein Jahr nach dem Fall seines Regimes scheinen der syrische Ex-Diktator Baschar al-Assad und seine Familie ein zurückgezogenes, aber luxuriöses Leben in Russland zu führen. Wie der britische »Guardian« unter Berufung auf Quellen aus dem Umfeld der Familie berichtet , residieren die Assads wahrscheinlich in der Rubljowka-Gegend, einer geschlossenen Wohnanlage westlich von Moskau. Dort soll auch der 2014 gestürzte ukrainische Ex-Präsident Wiktor Janukowytsch leben.

»Er lernt Russisch und frischt seine Kenntnisse in Augenheilkunde wieder auf«, sagte eine Quelle dem »Guardian« über Assad. Womöglich sei die reiche Elite Moskaus seine zukünftige Zielkundschaft.

Kein interessanter Gast fürs Abendessen

Für Wladimir Putin scheint der frühere syrische Diktator jede Relevanz verloren zu haben. »Putin hat wenig Geduld mit Staatschefs, die ihre Macht verlieren, und Assad wird nicht mehr als einflussreiche Persönlichkeit oder gar als interessanter Gast für ein Abendessen angesehen«, sagte eine kremlnahe Quelle der britischen Zeitung.

Assad scheint sehr zurückgezogen zu leben: »Er hat wenig Kontakt zur Außenwelt, wenn überhaupt«, sagte eine Quelle aus dem Umfeld der Familie. Das einzige Mal, dass fast alle Familienmitglieder seit dem Ende ihres Regimes gemeinsam in der Öffentlichkeit gesehen wurden, sei bei der Abschlussfeier von Baschar al-Assads Tochter Zein al-Assad am 30. Juni gewesen. Sie erhielt einen Abschluss in internationalen Beziehungen von der Moskauer Eliteuniversität MGIMO, die von einem Großteil der russischen Führungsklasse besucht wird. Baschar al-Assad selbst war bei dem Termin nicht anwesend.

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Assad war in den frühen Morgenstunden des 8. Dezember 2024 mit seinen Söhnen aus Damaskus geflohen, als syrische Rebellen sich der Hauptstadt genähert hatten. Die Familie wurde von einer russischen Militäreskorte empfangen und zum russischen Luftwaffenstützpunkt Hmeimim gebracht, von wo aus sie aus dem Land geflogen wurde.

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