SpOn 20.11.2025
10:55 Uhr

Nach #MeToo-Vorwürfen: Schauspieler Kevin Spacey hat keinen festen Wohnort mehr


Vom gefeierten Filmstar zum Mann ohne festen Wohnsitz: Kevin Spacey offenbart in einem Interview, dass er nach den Missbrauchsvorwürfen seine Villa versteigert und große Teile seines Vermögens verloren hat.

Nach #MeToo-Vorwürfen: Schauspieler Kevin Spacey hat keinen festen Wohnort mehr

Vom ­Oscarpreisträger zum Obdachlosen: In einem Interview mit »The Telegraph« erzählt Kevin Spacey, 66, er habe kein festes Zuhause mehr. »Ich lebe in Hotels, ich lebe in Airbnbs, ich gehe dorthin, wo es Arbeit gibt«, sagte der US-Schauspieler. Vergangenes Jahr musste Spacey seine Villa in Baltimore, Maryland, zwangsversteigern. Dort hatte er bisher gelebt.

Im Mai erhielt Spacey bei einer Veranstaltung in Cannes , Frankreich, einen Preis für sein Lebenswerk und bezeichnete die vergangenen Jahre als »herausfordernd«. Sieben Jahre sind vergangen, seit Vorwürfe sexueller Übergriffe seine Karriere erschüttert haben. Seine finanzielle Situation sei weiterhin nicht gut, so Spacey. Auch das Wort »Bankrott« fällt in dem Gespräch mit der britischen Tageszeitung, wobei es dazu noch nicht gekommen sei.

Vorwürfe von mehr als 30 Männern

Spacey ist bekannt für seine Rollen in Filmen wie »American Beauty« oder in der Netflix-Serie »House of Cards«. 2017 wurde der Schauspieler von mehr als 30 Männern – darunter der »Star Trek: Discovery«-Schauspieler Anthony Rapp – wegen unangemessenen Verhaltens oder sexueller Übergriffe angeklagt. Im Juli 2023 wurde Spacey in einem aufsehenerregenden Prozess in Großbritannien vom Vorwurf der Vergewaltigung von vier Männern freigesprochen. 2022 wurde er in einem Gerichtsverfahren in New York für nicht haftbar befunden.

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Spacey bestreitet jegliches Fehlverhalten, unter anderem in dem Dokumentarfilm »Spacey Unmasked« aus dem Jahr 2024. Zu seiner Zukunft sagt er: »Ich hoffe, dass ich mich irgendwann, wenn sich die Lage weiter verbessert, entscheiden kann, wo ich mich wieder niederlassen möchte.«

dtt