SpOn 16.02.2026
10:40 Uhr

NRW-Finanzminister kommt mit E-Auto nicht zurecht und fährt wieder Diesel


Weil ihm sein elektrischer Dienstwagen zu unpraktisch war, ist NRWs Finanzminister Marcus Optendrenk nun wieder dieselgetrieben unterwegs. Manche Kolleginnen und Kollegen sind ebenfalls auf Verbrenner umgestiegen.

NRW-Finanzminister kommt mit E-Auto nicht zurecht und fährt wieder Diesel

Nordrhein-Westfalens Finanzminister Marcus Optendrenk (CDU) hat am eigenen Leib spüren müssen, was hierzulande viele Elektroautofahrer beklagen: Weil er mit seinem elektrischen Dienstwagen auf längeren Strecken nicht zurechtkam, tauschte Optendrenk diesen nun gegen einen Verbrenner aus: Seit wenigen Tagen ist der Minister in einem Audi A8 L 50 TDI Quattro unterwegs.

Optendrenk fuhr zuvor einen rein elektrisch angetriebenen BMW i7. Allerdings: »Ich habe die Erfahrung gemacht, dass ein Elektrofahrzeug im Alltagsbetrieb im politischen Düsseldorf gut funktioniert, aber bei einem engen Terminkalender und langen Fahrten durch ein Flächenland wie Nordrhein-Westfalen stoßen sie an Grenzen«, sagte er bereits im vergangenen Jahr zur »WAZ«. Direkt austauschen konnte er das E-Auto damals jedoch nicht – der Leasingvertrag lief jetzt erst aus. Nun ist der Minister wieder dieselgetrieben unterwegs.

Auch andere Kabinettsmitglieder fahren wieder Verbrenner

Nach Optdendrenks Umstieg setzen nun nur noch sieben Kabinettsmitglieder auf reine E-Autos oder Hybridmodelle, wie eine Auflistung der Landesregierung für die Nachrichtenagentur dpa ergibt.

Vor dem Finanzminister war unter anderem Bauministerin Ina Scharrenbach (CDU) aus ähnlichen Gründen auf einen Diesel-Dienstwagen gewechselt. Elektro- oder Hybrid-Dienstwagen haben nach Angaben der Landesregierung inzwischen noch Wirtschaftsministerin Mona Neubaur (Grüne), Flüchtlingsministerin Verena Schäffer (Grüne), Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU), Schulministerin Dorothee Feller (CDU), Justizminister Benjamin Limbach (Grüne), Umweltminister Oliver Krischer (Grüne) und Landwirtschaftsministerin Silke Gorißen (CDU).

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Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) und Innenminister Herbert Reul (CDU) sind in gepanzerten Limousinen unterwegs, die es überwiegend als Verbrenner gibt. Auf Dieselautos setzen neben Optendrenk und Scharrenbach außerdem Wissenschaftsministerin Ina Brandes (CDU) und Europaminister Nathanael Liminski (CDU).

In den kommenden Monaten laufen einige Leasingverträge aus, die betroffenen Kabinettsmitglieder haben aber wieder jeweils E-Autos (Neubaur, Schäffer, Limbach und Gorißen) oder erneut einen Diesel (Scharrenbach) bestellt.

Tatsächlich kann ein E-Auto für immer mehr Menschen sinnvoll sein: Wer viel fährt und noch Benzin tankt, verliert womöglich Tausende Euro, zeigt unsere Analyse. Den vollständigen Text lesen Sie hier. 

mkh/dpa