SpOn 19.02.2026
14:34 Uhr

NRW: Ermittler gehen mit 600 Einsatzkräften gegen mutmaßliche Schleuserbande vor


Die Bundespolizei durchsucht zahlreiche Objekte in Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen. Im Fokus der Ermittler: eine mutmaßliche Bande, die Frauen aus China zur Prostitution eingeschleust haben soll.

NRW: Ermittler gehen mit 600 Einsatzkräften gegen mutmaßliche Schleuserbande vor

Bundespolizei und Staatsanwaltschaft sind seit dem frühen Donnerstagmorgen mit rund 600 Einsatzkräften gegen eine mutmaßliche Schleuserbande vorgegangen. Die Beschuldigten sollen chinesische Frauen als Prostituierte nach Deutschland gebracht haben. Insgesamt 16 Wohn- und Geschäftsräume in Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen wurden den Angaben zufolge durchsucht.

»Die Ermittlungen richten sich dabei gegen eine 59-jährige chinesische Hauptbeschuldigte sowie zehn weitere Beschuldigte, die als Bande im Verdacht des gewerbsmäßigen Einschleusens von Ausländern sowie des Menschenhandels stehen«, so die Behörden in einer Mitteilung . Bei den Durchsuchungen habe man sechs Opfer angetroffen: »Diese sollen die Prostitution in Massagesalons sowie Stundenhotels ausüben.«

Mehr zum Thema

Die 59-Jährige sowie zwei weitere Beschuldigte wurden auf Antrag der Staatsanwaltschaft Bochum in Untersuchungshaft genommen. Die Haftbefehle wurden demnach in Oer-Erkenschwick, Brühl und Recklinghausen vollstreckt. Razzien gab es den Angaben zufolge in NRW auch in Paderborn, Recklinghausen, Dortmund, Düsseldorf, Frechen, Hürth, Köln, Hiddenhausen und Rheine sowie in Niedersachsen in Bad Bentheim, Bramsche und Osnabrück.

wit/dpa