Die Pittsburgh Steelers haben ihr Playoff-Heimspiel gegen die Houston Texans klar verloren und damit womöglich das Karriereende von Quarterback-Star Aaron Rodgers eingeläutet. Die Texans setzten sich in Pittsburgh mit 30:6 durch, feierten den ersten Auswärtssieg ihrer Playoff-Geschichte und treffen am kommenden Sonntag in der Divisional Round auf die New England Patriots.
Für die Steelers und Rodgers ist die Saison nach einer schwachen Offensivleistung beendet – und die Laufbahn des Super-Bowl-Champions von vor 15 Jahren steht wohl vor dem Abschluss. Zumindest deuteten Äußerungen des 42 Jahre alten Quarterbacks in den vergangenen Tagen darauf hin, dass er nach 21 Jahren in der NFL den Helm an den Nagel hängt. Die Playoffs, die Pittsburgh dank eines vergebenen Field Goals der Baltimore Ravens am letzten Spieltag überhaupt erst erreicht hatte, waren damit nur eine kurze Zugabe.
Aaron Rodgers nach dem Spiel
Foto: Gene J. Puskar / APDie sechs Punkte waren die geringste Ausbeute in einem der 22 Playoff-Spiele von Rodgers, der den Großteil seiner Karriere bei den Green Bay Packers verbracht und nach einer kurzen Station bei den New York Jets in dieser Saison für die Steelers gespielt hatte. Das Team aus Pittsburgh hat inzwischen neun Jahre in Folge kein Playoff-Spiel gewonnen. Ob Cheftrainer Mike Tomlin, der mit 19 Dienstjahren der am längsten amtierende Headcoach der NFL ist, auch in der kommenden Saison verantwortlich bleibt, ist offen.
Die Steelers scheiterten vor allem an der Defensive der Texans, die Quarterback Rodgers gleich viermal zu Boden brachte und im letzten Viertel zwei Touchdowns nach Ballverlusten erzielte. Rodgers brachte bei 33 Versuchen nur 17 Pässe an den Mann und kam auf 146 Yards. Sein Gegenüber C. J. Stroud (21 von 32 für 250 Yards) erwischte ebenfalls keinen starken Abend, wurde aber von seiner starken Verteidigung aufgefangen.
Die Texans feierten so ihren ersten Playoff-Auswärtssieg überhaupt. Für den Stuttgarter Jakob Johnson gibt es damit eine weitere Chance auf einen Einsatz – gegen die Steelers stand er nicht im aktiven Kader. Der 29-Jährige hatte seine NFL-Karriere vor sechs Jahren bei den Patriots begonnen. Ob er nach dieser Saison weitermacht, will Johnson erst im Frühjahr entscheiden.
