Basketball-Superstar LeBron James wird zum ersten Mal in seiner Karriere keine Auszeichnung am Saisonende erhalten. Der Rekord-Scorer der NBA verpasste am Dienstagabend verletzungsbedingt sein 18. Saisonspiel für die Los Angeles Lakers und ist damit nach dem Ende der regulären Saison nicht für die Awards berechtigt. Nach der umstrittenen aktuellen Regelung der Liga müssen dafür mindestens 65 der insgesamt 82 Spiele absolviert werden.
James hatte nach dem NBA-Draft 2003, als ihn die Cleveland Cavaliers an erster Stelle gezogen hatten, sofort die Wahl als bester Rookie des Jahres gewonnen. Anschließend folgte für den viermaligen Meister neben vier Auszeichnungen als wertvollster Spieler (MVP) immer mindestens eine Nominierung in eines der All-NBA Teams. Sechsmal schaffte es der dreimalige Olympiasieger am Saisonende auch unter die besten zehn Verteidiger.
Schon im Januar war klar, dass James zum ersten Mal seit 22 Jahren kein Starter im All-Star-Game der NBA sein würde.
Ohne den 41-Jährigen und seinen ebenfalls verletzten Co-Superstar Luka Dončić endete die Partie gegen die San Antonio Spurs in einem Debakel: L.A. verlor 108:136. Dabei lag das Team um den deutschen Profi Maxi Kleber (sechs Punkte) bereits zur Pause mit fast 30 Punkten zurück.
Wembanyama glänzt
Das Hauptproblem für die Gastgeber hieß Victor Wembanyama. Der Franzose in Diensten der Spurs schenkte den Lakers in nur 26 Minuten 40 Zähler ein und führte seine Mannschaft auch mit zwölf Rebounds an.
Schon nach dem ersten Viertel hatte der 22-Jährige 25 Punkte auf dem Konto. Seit mindestens 1997 hat kein Spieler bei den Texanern in einem Viertel derart gut gepunktet. Dass das Ergebnis am Ende nicht noch deutlicher ausfiel, lag auch daran, dass beide Coaches ihre Stars früh vom Parkett nahmen. Die Lakers bleiben Fünfter der Western Conference, San Antonio ist Zweiter.
James ist viermaliger NBA-Champion (2012, 2013, 2016, 2020) und der erfolgreichste Werfer in der Geschichte der Profiliga. Er gilt neben Michael Jordan als einer der besten Basketballer aller Zeiten.
Als größtes Basketball-Talent seit LeBron James wird Victor Wembanyama gefeiert. Warum der 2,24 Meter große Franzose das Zeug zum »Greatest Of All Time« hat, lesen Sie hier.
