SpOn 26.11.2025
02:56 Uhr

Muriel Bowser: Bürgermeisterin von Washington, D.C. will nicht erneut antreten


Nach drei Amtszeiten ist Schluss: Muriel Bowser kandidiert nicht erneut als Bürgermeisterin von Washington, D.C. Einen Grund nennt die Demokratin nicht. Zuletzt musste sie einen Balanceakt im Umgang mit Donald Trump meistern.

Muriel Bowser: Bürgermeisterin von Washington, D.C. will nicht erneut antreten

Die Bürgermeisterin der US-Hauptstadt Washington will bei der Wahl im kommenden Jahr nicht erneut antreten. »Es war mir eine Ehre, Ihre Bürgermeisterin zu sein«, erklärte Muriel Bowser in einem Schreiben, das sie auch auf der Plattform X veröffentlichte. Sie sei extrem stolz auf all das, was sie erreicht habe. Aber sie werde nicht für eine vierte Amtszeit kandidieren.

Die 53 Jahre alte Demokratin steht seit 2015 an der Spitze der Stadt und führte Washington unter anderem durch die Coronapandemie. Die nächste Bürgermeisterwahl ist für November 2026 angesetzt, Bowsers Amtszeit endet am 2. Januar 2027.

Empfohlener externer Inhalt
An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt von X.com, der den Artikel ergänzt und von der Redaktion empfohlen wird. Sie können Ihre Zustimmung jederzeit wieder zurücknehmen.

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung.

Einen konkreten Grund für ihre Entscheidung nannte die Demokratin nicht. In ihrer Abschiedsbotschaft verwies sie auf zentrale Projekte ihrer Amtszeit, darunter Investitionen in Bildung, Wohnungsbau und Infrastruktur sowie wirtschaftspolitische Initiativen. Zuletzt stand sie aber vor allem im Fokus, weil sie im Verhältnis zu Donald Trump als Bürgermeisterin von Washington einen Balanceakt meistern musste. Den US-Präsidenten erwähnte Bowser in ihrem Abschiedsbrief aber nicht.

Die »Washington Post« beschrieb Bowser als Pragmatikerin. Sie habe diesen sachlichen Kurs auch im Umgang mit Trump verfolgt und versucht, trotz eklatanter Meinungsverschiedenheiten eine funktionierende Arbeitsbeziehung zum Weißen Haus aufrechtzuerhalten – etwa als Trump die Polizei der Hauptstadt unter Bundeskommando stellte oder die Nationalgarde nach Washington beorderte. Im März beugte sich Bowser dem Druck der Republikaner und ließ ein »Black Lives Matter«-Denkmal aus dem Stadtbild entfernen (mehr dazu hier).

Mehr zum Thema

Diese Linie sei bei Bürgerinnen und Bürgern umstritten gewesen, schrieb die Zeitung: Kritiker hätten Bowser eine zu große Bereitschaft zur Zusammenarbeit mit Trump und zu wenig Widerstand etwa gegen dessen migrationspolitische Maßnahmen vorgeworfen.

aar/dpa