Friedrich Merz, Bundeskanzler:
»Zwischen Europa und den Vereinigten Staaten von Amerika hat sich eine Kluft, ein tiefer Graben aufgetan.«
Friedrich Merz hat die Münchener Sicherheitskonferenz eröffnet. Und zeichnete ein düsteres Bild der Weltlage.
Friedrich Merz, Bundeskanzler:
»Die internationale Ordnung, die auf Rechten und auf Regeln ruhte, ist im Begriff, zerstört zu werden. Ich fürchte, wir müssen es noch etwas deutlicher sagen: Diese Ordnung, so unvollkommen sie selbst zu ihren besten Zeiten war, sie gibt es so nicht mehr.«
Dafür verantwortlich sei die aktuelle Großmachtpolitik, beispielsweise der USA oder China.
Also versuchte Merz sich als starke europäische Stimme zu inszenieren. Besonders die USA ging er dabei explizit an:
Friedrich Merz, Bundeskanzler:
»Der Kulturkampf der MAGA-Bewegung ist nicht unserer. Die Freiheit des Wortes endet hier bei uns, wenn sich dieses Wort gegen Menschenwürde und Grundgesetz wendet. Wir glauben nicht an Zölle und Protektionismus, sondern an freien Handel.«
Und wie will er die Lage besser machen? Neben vermehrter Aufrüstung forderte Merz mehr Verantwortung von Europa und eine Stärkung der Nato – auch, um die Partnerschaft mit den USA wieder mehr auf Augenhöhe zu bringen und Russland die Stirn bieten zu können.
In den kommenden Tagen wird es bei der Konferenz wohl mehrere Gelegenheiten geben, diese Dialoge vor Ort zu führen.
Der Ministerpräsident des Gastgeberlandes ließ es sich natürlich nicht nehmen, auch aufzutreten. Und er schaffte es, Söder-typisch, Merz Inhalte quasi in drei Sätze zu pressen:
Markus Söder, Ministerpräsident Bayern:
»Na ja, es war schon mal wärmer und herzlicher, ich glaube, das können wir sagen. Soll das jetzt weiter so gehen? (…) Ich will mit gutem Gewissen weiter sagen, dass natürlich das beste Lieblingsgetränk ein Weißbier ist, aber im Zweifelsfall dann doch lieber Whiskey als Wodka.«