Bei einem Unfall mit einem Linienbus in München ist eine 13-Jährige am Wochenende gestorben. Sechs Menschen seien verletzt worden, der Busfahrer darunter schwer, sagte ein Polizeisprecher.
Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) sagte in einem Video auf seinem Instagram-Kanal , die Ursache sei ein medizinischer Notfall des Fahrers. Er berief sich dabei auf die Einsatzleitung und den Chef der Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG).
Offenbar ungebremst gegen Hauswand gefahren
Der 38 Jahre alte Fahrer war am Samstagnachmittag mit dem Bus von einer Straße im Osten Münchens abgekommen. Daraufhin sei das Fahrzeug gegen die Hauswand eines Gebäudes der Stadtwerke München gefahren, sagte ein Polizeisprecher. Oberbürgermeister Reiter sprach von einem ungebremsten Aufprall.
Die 13-Jährige habe auf dem Platz hinter dem Busfahrer gesessen, sagte der Polizeisprecher. Durch die Wucht des Aufpralls sei sie zum Teil aus dem Seitenfenster gegen die Hauswand geschleudert worden. Sie starb noch vor Ort.
Der Busfahrer sei schwer verletzt worden, hieß es. Lebensgefahr bestehe nicht. Vier Mädchen im Alter von 7, 11, 12 und 15 Jahren sowie eine 44-Jährige erlitten demnach leichte Verletzungen.
Reiter zeigte sich in seinem Video betroffen. »Meine Gedanken sind bei den Eltern und den Angehörigen und Freunden des jungen Mädchens.« Er wünschte den Verletzten zudem gute Besserung: »Ich hoffe sehr, dass sie alle wieder vollständig gesund werden.«
Auch der Chef der MVG äußerte seine Betroffenheit: »Wir sind tief bestürzt über den tragischen Unfall. Unsere Gedanken und unser Mitgefühl gelten zuerst der Familie und Freunden des verstorbenen Mädchens und allen Verletzten.«
Die Feuerwehr war mit zahlreichen Einsatzkräften am Unfallort. Hilfskräfte des Zentralen Psychologischen Diensts der Polizei (ZPD) und des Kriseninterventionsteams (KIT) betreuten die Angehörigen sowie die Einsatzkräfte. Die Polizei schätzt den Sachschaden auf mehrere Tausend Euro. Die Ermittler nannten bislang keine genaue Summe.
