Monika Gruber, 54, hat ihren Rücktritt vom erklärten Bühnenabschied mit persönlicher Langeweile begründet. »Mir ist in meiner Bühnenpause aufgefallen, wie wahnsinnig langweilig mein Privatleben ist«, sagte die bayerische Kabarettistin der »Augsburger Allgemeinen« . An ihrer Work-Life-Balance habe sie nach ihrer Abschiedsvorstellung im März 2024 gemerkt, dass Arbeit eigentlich der wichtigere Teil ihres Lebens sei.
»Ich habe natürlich ein bisschen Privatleben, aber das lappt ins Öde hinein«, sagte Gruber. »Was mir wirklich am allermeisten Freude macht, ist, auf der Bühne zu sein und wenn möglich, das Publikum zum Lachen zu bringen.« Dies sei »vielleicht eine traurige Erkenntnis, aber das ist auch, was ich am besten kann – neben Kuchenbacken«.
Gruber hat als Fremdsprachensekretärin gearbeitet, bevor sie eine Karriere als Kabarettistin und Schauspielerin begann. Sie trat unter anderem in Sendungen wie »Kanal fatal« im Bayerischen Fernsehen und »Die Anstalt« im ZDF auf. Ihr gemeinsam mit dem Autor Andreas Hock geschriebenes Buch »Und erlöse uns von den Blöden« brachte es zum Bestseller.
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Gruber war vor einigen Jahren immer wieder wegen populistischer Äußerungen in die Kritik geraten. Im Sommer 2023 rief sie in Erding zu einer Demonstration »gegen Heizungsideologie« auf, bei der auch Markus Söder und Hubert Aiwanger auftraten. Spekulationen über eine Politkarriere Grubers erteilte sie im SPIEGEL eine Absage.
