SpOn 12.02.2026
16:04 Uhr

Minnesota – ICE: Grenzbeauftragter Tom Homan verkündet Ende von »Operation Metro Surge«


Zwei Menschen wurden bei Einsätzen des umstrittenen Grenzschutzes in Minneapolis erschossen, Trumps Abschiebepolitik spaltet die USA. Nun reagiert die Regierung.

Minnesota – ICE: Grenzbeauftragter Tom Homan verkündet Ende von »Operation Metro Surge«

Die brutalen Maßnahmen gegen Migrantinnen und Migranten in Minnesota sollen enden. Der US-Grenzbeauftragte Tom Homan sagte bei einer Pressekonferenz, dass der Bundesstaat sicherer geworden sei. Und weiter: »Ich habe vorgeschlagen, die Operation zu beenden. Und Präsident Trump hat dem zugestimmt.«

Die US-Einwanderungsbehörde geht seit Monaten mit brachialen Mitteln gegen illegale Einwanderer vor. Im Zuge der »Operation Metro Surge« kam es auch zu Zusammenstößen mit Demonstranten. In Minnesota wurden dabei zwei Menschen von Grenzschutzkräften erschossen: die 37 Jahre alte Renée Good und der 37 Jahre alte Alex Pretti.

ICE-Agenten Ende Januar in Minneapolis

ICE-Agenten Ende Januar in Minneapolis

Foto: Stephen Maturen / Getty Images

Vergangene Woche hatte Homan bereits den Abzug von 700 Mitarbeitern der Einwanderungsbehörde ICE und der Grenzschutzbehörde CBP angekündigt. Homan war von US-Präsident Donald Trump angesichts der jüngsten Spannungen in Minneapolis in die Stadt entsandt worden. Trump hatte die Lage in Minneapolis über Wochen angeheizt, war aber nach dem Tod von Pretti umgeschwenkt .

Abzug soll diese Woche beginnen

Zunächst hatte Homan gesagt, dass etwa 2000 Beamte vorerst in Minneapolis im Einsatz bleiben sollen. Ihr Abzug soll diese Woche beginnen und kommende Woche fortgesetzt werden.

Kurz nach der Pressekonferenz von Homan meldete sich der demokratische Gouverneur von Minnesota, Tim Walz, mit einer kurzen Stellungnahme bei X zu Wort: »Danke, Minnesota.« Bereits zuvor hatten lokale Behördenvertreter den Mut und die Entschlossenheit der Menschen in Minnesota gelobt, die gegen die Maßnahmen protestierten und sie dokumentierten.

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Die Razzien sorgten selbst bei Republikanern für Empörung. So kündigte etwa Chris Madel an, nicht länger als Kandidat für die Trump-Partei bei der nächsten Gouverneurswahl antreten zu können. Er bezeichnete die Operation als Desaster. Und so hält es auch die Bevölkerung in den Vereinigten Staaten: Ein Großteil ist grundsätzlich für Abschiebungen, das ICE-Vorgehen ging vielen aber zu weit. Mehr dazu lesen Sie hier .

hba/AP/Reuters