John Monson, Waffenhändler:
»Die überwiegende Mehrheit der Menschen kommt und sagt: "Ich brauche Selbstverteidigung, wegen der Gesetzlosigkeit, die im Zusammenhang mit diesen ICE-Operationen herrscht und die Dinge, die außerhalb all dessen geschehen.«
Die Auswirkungen der großangelegten Dauer-Razzien von ICE in Minneapolis spürt auch er: John Monson, ein Waffenhändler in Circle Pines, einem Vorort der Stadt Rund 40 Prozent mehr Kunden hätten ihm die Präsenz von Trumps Schergen eingebracht. Die Erschießung von Alex Pretti durch ICE-Beamte habe den Ansturm in Monsons Geschäft noch einmal verstärkt, sagt er.
In seinen Kursen liegeder Schwerpunkt jedoch eher auf Deeskalation.
John Monson, Waffenhändler:
»Wir bringen den Leuten bei, dass Sie in jeder Situation, in der Sie offen eine Schusswaffe tragen, zum Aggressor werden, weil Sie über tödliche Gewalt verfügen. Deshalb versuchen wir, den Menschen beizubringen, solche Situationen zu vermeiden, weil dabei schlimme Dinge passieren können.«
Laut Monson wollen die meisten seiner Kunden jedoch nicht jeden Tag eine Schusswaffe tragen. Es gehe ihnen eher darum, eine Lizenz zu erwerbenund ihre Rechte zu kennen. Grund dafür sei vor allem ein Gefühl der Gesetzlosigkeit in Minnesota – das spürt auch Monson.
John Monson, Waffenhändler:
»Ich hasse diese Gesetzlosigkeit. Ich bin für die Einhaltung der Gesetze, ich bin für die Strafverfolgung, und ich hasse es, wenn Menschen Angst haben oder sich nicht trauen, dafür einzustehen und das auch zu sagen. Ich glaube, dass sich das alles wieder beruhigen wird. Leider ist es eine schmerzhafte Erfahrung, und die Menschen haben unter diesem Prozess gelitten. Ich würde mir wünschen, dass das einfach ein Ende hat.«
Doch soweit ist Minneapolis noch nicht. Nachdem die Kritik wächst und die Stimmung im Land zu kippen droht, hat die US-Regierung einen Teilabzug der bewaffneten Beamten angekündigt. Zu Ende sei der Einsatz gegen irreguläre Migranten damit aber nicht – und auch die Proteste dagegen dürften weitergehen.