Die Kritik an ICE weitet sich nach der Erschießung des Krankenpflegers Alex Pretti aus. Inzwischen fordern selbst konservative Waffenlobbyisten eine umfassende Aufklärung. Die National Rifle Association (NRA) verlangt eine »vollständige und transparente Untersuchung« des Vorfalls. Sie schließt sich damit der Forderung anderer Waffenlobby- und Interessenverbände an, die üblicherweise Donald Trump nahestehen.
Mehrere Augenzeugen sagten eidesstattlich aus, Pretti habe keine Waffe gezogen. Diese Aussagen stimmen mit Videoaufnahmen überein und widersprechen der Darstellung der Trump-Regierung, der Schusswaffeneinsatz sei defensiv gewesen. Pretti war US-Staatsbürger und besaß Berichten zufolge eine legale Erlaubnis zum Tragen einer Schusswaffe.
Bill Essayli, der erste stellvertretende US-Staatsanwalt für den Central District of California, schrieb dazu auf der Plattform X: »Wenn Sie sich mit einer Waffe der Polizei nähern, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass diese rechtlich befugt ist, auf Sie zu schießen.«
Aussagen gefährlich und falsch
Die NRA widersprach scharf und erklärte, diese Aussage sei »gefährlich und falsch«. Verantwortliche sollten eine vollständige Untersuchung abwarten, statt gesetzestreue Bürger zu dämonisieren.
This sentiment from the First Assistant U.S. Attorney for the Central District of California is dangerous and wrong.
— NRA (@NRA) January 25, 2026
Responsible public voices should be awaiting a full investigation, not making generalizations and demonizing law-abiding citizens. https://t.co/9fMz3CL29o
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Auch die Vereinigung Gun Owners of America kritisierte Essayli. Das zweite Verfassungsamendment schütze das Recht, Waffen zu tragen – auch bei Protesten, so die Lobbyorganisation .
Ähnlich argumentierte die »Versammlung der Waffenbesitzer von Minnesota«. »Trotz weitverbreiteter Spekulationen über die Absicht gibt es bislang keinerlei Beweise, die auf eine Absicht hindeuten, den Beamten Schaden zuzufügen«, erklärte die Gruppe in einer Pressemitteilung .
Der kalifornische Gouverneur und Trump-Gegner Gavin Newsom kommentierte: »Wenn selbst die NRA findet, dass ein Trump-Justizbeamter zu weit gegangen ist, sagt das alles.«
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Im Wahlkampf prahlte Trump damit, »die vollständige Unterstützung aller Waffenverbände, einschließlich der NRA«, zu haben.
