SpOn 31.01.2026
07:34 Uhr

Minnesota: Ex-CNN-Journalist Don Lemon ist wieder frei


Der US-Journalist Don Lemon ist nach seiner Festnahme infolge einer Protestaktion in Minnesota vorerst wieder auf freiem Fuß. Er freue sich auf den nächsten Gerichtstermin, sagte der frühere CNN-Moderator.

Minnesota: Ex-CNN-Journalist Don Lemon ist wieder frei

Der ehemalige CNN-Moderator Don Lemon ist wieder auf freiem Fuß. Der Journalist war am Donnerstag wegen einer Protestaktion in einer Kirche in Minnesota festgenommen worden.

Lemon und acht weiteren Personen wird vorgeworfen, durch einen Protest in der Kirche die Religionsfreiheit der Gemeindemitglieder beeinträchtigt zu haben. Die Anklage hatte für die Freilassung Lemons eine Kaution von 100.000 Dollar gefordert, was jedoch abgewiesen wurde. Am 9. Februar muss Lemon erneut vor Gericht erscheinen.

»Es gibt keinen wichtigeren Zeitpunkt als jetzt, genau in diesem Moment, für freie und unabhängige Medien, die Licht ins Dunkel der Wahrheit bringen und die Machthaber zur Rechenschaft ziehen«, sagte Lemon laut der »New York Times«  nach seiner Freilassung. Er freue sich auf seinen Tag vor Gericht.

Der Fall war eigentlich vergangene Woche von einem Amtsrichter abgewiesen worden. Ein Anwalt Lemons bezeichnet die Festnahme als »beispiellosen Angriff auf das erste Verfassungszusatzrecht« der Rede- und Pressefreiheit.

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Lemon gab an, er habe lediglich als Journalist berichtet, als er am 18. Januar die Cities Church betrat, um eine Demonstration gegen die verschärften Einwanderungsmaßnahmen in der Region zu beobachten. Demonstranten unterbrachen dort den Gottesdienst einer Kirche, in der ein Mitarbeiter der Einwanderungs- und Zollbehörde ICE als Pastor tätig ist, und skandierten »ICE raus« und »Gerechtigkeit für Renée Good«.

Anschließend versuchte die Trump-Regierung, acht Personen wegen dieses Vorfalls anzuklagen, darunter auch Lemon. Die US-Regierung berief sich dabei auf ein Gesetz, das Personen schützt, die an einem Gottesdienst in einem Gotteshaus teilnehmen möchten.

Die Proteste gegen ICE halten trotz eisiger Temperaturen in Minnesota an. Am vergangenen Wochenende war der 37 Jahre alte US-Bürger Alex Pretti durch Schüsse von Bundesbeamten in Minneapolis ums Leben gekommen. Zuvor war bereits die 37 Jahre alte US-Bürgerin Renée Good in Minneapolis von einem ICE-Schützen erschossen worden. Die US-Regierung stellt die tödlichen Schüsse als Selbstverteidigung dar. Videos und Medienberichte widersprechen der Darstellung.