Melania Trump, First Lady USA
»Wir müssen zusammenstehen. Ich rufe zur Einheit auf. Ich weiß, dass mein Mann, der Präsident, gestern ein gutes Gespräch mit dem Gouverneur und dem Bürgermeister geführt hat und dass sie gemeinsam daran arbeiten, dass alles friedlich und ohne Ausschreitungen verläuft. Ich bin gegen Gewalt. Also bitte, wenn ihr protestiert, dann protestiert friedlich. Wir müssen in diesen Zeiten zusammenstehen.«
Politische Äußerungen der First Lady sind eher eine Seltenheit. Die Eskalation in Minnesota ist aber offenbar Anlass genug.
»Minneapolis, macht mal Lärm!«
Trumps rigorose Abschiebepolitik, der Einsatz Tausender ICE-Leute und nicht zuletzt die Fälle der von ICE-Agenten erschossenen Renée Good und Alex Pretti – all das treibt Menschen wie hier in Minneapolis seit Wochen auf die Straßen.
Der US-Präsident kündigte inzwischen an, ICE-Kräfte aus Minnesota abzuziehen und versucht es, wie die First Lady, mit versöhnlichen Worten – na ja, teilweise.
Donald Trump, US-Präsident
»Jeder hier im Raum denkt, dass das ein sehr bedauerlicher Vorfall war. Jeder, außer man ist dumm. Ein sehr, sehr bedauerlicher Vorfall. Mir gefällt es nicht, dass [Pretti] eine Waffe dabeihatte. Mir gefällt es nicht, dass er zwei vollgeladene Magazine dabeihatte. Das sind viele schlimme Dinge. Und trotzdem würde ich sagen, dass das alles sehr bedauerlich ist.«
Trumps Heimatschutzministerin Kristi Noem hatte den Waffeneinsatz der ICE-Agenten und die Tötung des Krankenpflegers Alex Pretti am vergangenen Samstag schnell mit »legitimer Selbstverteidigung« gerechtfertigt.
Videos der Szene und ein erster Untersuchungsbericht der US-Grenzschutzbehörde CBP widersprechen dieser Darstellung. Demnach habe Pretti zwar eine Waffe dabeigehabt, jedoch weder danach gegriffen noch die ICE-Agenten bedroht.