Jacob Frey, Bürgermeister von Minneapolis:
»Gehen Sie nach Hause. Wir können Donald Trumps Chaos nicht mit unserem eigenen Chaos begegnen.«
Der Bürgermeister von Minneapolis ruft die Bevölkerung seiner Stadt zur Ruhe auf. Der Anlass: In der Nacht zu Donnerstag waren erneut Proteste gegen ICE-Einsätze in der Stadt eskaliert, nachdem am Abend ein venezolanischer Staatsbürger bei einer Razzia angeschossen worden war.
Brian O’Hara, Polizeichef von Minneapolis:
»Die Menschen begehen Straftaten. Sie haben Feuerwerkskörper auf Polizisten geworfen, und es wurde mehrfach Tränengas eingesetzt.«
Viele Menschen in der Stadt sind wütend auf US-Präsident Trump und die Einwanderungsbehörde ICE. Vor allem Menschen mit Migrationshintergrund fürchten sich davor, festgenommen zu werden. Bürgermeister Jacob Frey versucht sich in einem Drahtseilakt.
Jacob Frey, Bürgermeister von Minneapolis:
»Damit das klar ist: Ich habe ICE-Maßnahmen gesehen, die widerwärtig und unerträglich sind. Wenn es Ihre Stadt wäre, wäre all das dort auch inakzeptabel. An alle, die heute Abend auf diese Provokation hereinfallen: Hören Sie damit auf! Das hilft nicht.«
Der demokratisch regierte Bundesstaat Minnesota sowie die Städte Minneapolis und St. Paul versuchen auch auf rechtlichem Wege, die ICE-Einsätze in der Stadt verbieten zu lassen. Die Trump-Regierung hält dagegen: Das Heimatschutzministerium erklärte, die Demokraten würden aktiv zu organisiertem Widerstand gegen ICE und die Bundespolizei aufrufen.
Die Stimmung im Bundesstaat Minnesota bleibt somit auch rund eine Woche nach dem Tod von Renee Good aufgeheizt. Und je länger die Auseinandersetzungen andauern, desto gefährlicher scheint es für die Menschen vor Ort zu werden.