SpOn 26.01.2026
06:59 Uhr

Minneapolis: Clinton kritisiert Trump-Regierung nach tödlichen Schüssen


Nach der Erschießung von Alex Pretti durch ICE-Kräfte in Minneapolis erhebt Ex-Präsident Bill Clinton schwere Vorwürfe gegen die Trump-Regierung. Er warnt vor dem Verlust demokratischer Freiheiten.

Minneapolis: Clinton kritisiert Trump-Regierung nach tödlichen Schüssen

Ex-US-Präsident Bill Clinton hat nach den tödlichen Schüssen auf einen Krankenpfleger in Minneapolis die Bevölkerung dazu aufgerufen, ihre Stimme gegen die Abschiebepraxis der Regierung von Präsident Donald Trump zu erheben. »Wenn wir unsere Freiheiten nach 250 Jahren aufgeben, könnten wir sie vielleicht nie zurückbekommen«, schrieb er in einem Statement. Es liege nun an allen, die an das Versprechen der amerikanischen Demokratie glauben, aufzustehen.

Empfohlener externer Inhalt
An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt von X.com, der den Artikel ergänzt und von der Redaktion empfohlen wird. Sie können Ihre Zustimmung jederzeit wieder zurücknehmen.

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung.

Demokrat Clinton, der 1993 bis 2001 Präsident war, betonte auch, er hätte nie für möglich gehalten, dass sich solche Szenen wie die der vergangenen Wochen in Minneapolis und anderen Städten in den Vereinigten Staaten abspielen.

Bereits zum zweiten Mal tödliche Schüsse in Minneapolis

Am Samstagmorgen war ein US-Bürger bei einem Einsatz von Bundesbeamten der Einwanderungsbehörde getötet worden. Anfang Januar starb eine US-Bürgerin in derselben Stadt durch Schüsse aus der Waffe eines Beamten der Einwanderungsbehörde ICE. Die Regierung spricht von Selbstverteidigung. Videomaterial im Netz erweckt einen anderen Eindruck.

Clinton erhob schwere Vorwürfe: »Die Verantwortlichen haben uns belogen und uns gesagt, nicht das zu glauben, was wir mit unseren eigenen Augen gesehen haben.«

Mehr zum Thema

Zuvor hatten bereits der demokratische Ex-Präsident Barack Obama und seine Frau Michelle zu öffentlichem Protest aufgerufen. Jede Amerikanerin und jeder Amerikaner sollte die Welle friedlicher Proteste in der Stadt im Norden der USA und anderen Teilen des Landes unterstützen und daraus Inspiration schöpfen, schrieb das Ehepaar in einer gemeinsamen Erklärung. »Sie sind eine zeitgemäße Erinnerung daran, dass es letztlich an jedem und jeder von uns als Bürgerinnen und Bürgern liegt, gegen Ungerechtigkeit aufzustehen, unsere grundlegenden Freiheiten zu schützen und unsere Regierung zur Rechenschaft zu ziehen.«

Die tödlichen Schüsse auf Alex Pretti zeugen von einer neuen Dimension der Willkür und Rechtsstaatslosigkeit. Immer mehr US-Bürger sagen: Es reicht. Lesen Sie hier , wie die US-Republikaner nun reagieren sollten.

fhi/dpa/AFX